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Dieser Artikel wurde am
8. Mai 2013 veröffentlicht.

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Wie funktioniert Autogenes Training? Eine Anleitung für Anfänger

Romantic BeautyStress und Hektik bestimmen das Leben vieler Menschen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass der Wunsch nach einer Oase im Alltag immer größer wird. Autogenes Training kann helfen, sich diese Oase zu schaffen. Dafür brauchen Sie nicht mehr als etwas Zeit, guten Willen und Konzentration.

Was ist  Autogenes Training?

Autogenes Training ist eine weltweit anerkannte Entspannungstechnik. Durch Konzentration auf bestimmte Formeln sammelt sich der Geist und fällt in einen tiefen Entspannungszustand. Diese Technik, die der Nervenarzt Johannes Schultz Anfang des 20. Jahrhunderts erfand, beruht auf einer Art Selbsthypnose. Dabei bleibt der Übende stets bei vollständigem Bewusstsein und weiß immer, was geschieht.

Die Körperhaltung

Bringen Sie den Körper zunächst in eine lockere, entspannte Position: Setzen Sie sich auf den vorderen Teil eines Stuhls, die Füße fest am Boden, die Ellenbogen locker auf den Knien. Lassen Sie den Oberkörper etwas nach vorne sinken und den Kopf hängen, um den Nacken zu entspannen. Gönnen Sie sich einige tiefe Atemzüge und wiederholen Sie dann ganz konzentriert bestimmte Sätze, um diese langsam Wirklichkeit werden zu lassen.

Fokussieren und entspannen

Ganz nach Gusto können Sie im Voraus festlegen, auf welche Sätze Sie sich konzentrieren möchten. Folgende bieten sich an: „Mein rechter Arm ist schwer. Mein linker Arm ist schwer. Beide Arme sind schwer.“ Wiederholen Sie die Formeln und konzentrieren Sie sich dann nicht mehr auf die Arme, sondern auf Ihre Beine. Oder denken Sie: „Mein Herz schlägt ruhig und gleichmäßig.“ Sie können auch selbst kreativ werden und sich einen Satz ausdenken, den Sie wiederholen möchten.
Klingt ganz einfach. Ist es auch. Aber nur, wenn die Konzentration stimmt. Denn beim Autogenen Training geht es darum, bestimmte Vorstellungen Wirklichkeit werden zu lassen. Und das funktioniert nur, wenn man mit einem offenen, fokussierten Geist dabei ist.

Wenn es nicht gleich klappt

Auch beim Autogenen Training ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Es braucht viel Übung und Geduld, um sich auf die ungewohnten Konzentrationsübungen einzulassen. Doch Stück für Stück wird sich der Körper auf die Übungen einstellen und sich entspannen. Übrigens: Dabei etwas erreichen zu wollen, die Entspannung sozusagen erzwingen zu wollen, funktioniert nicht. Deshalb besser keinen  Druck ausüben und mit Neugier ans Werk gehen! Es lohnt sich: Fortgeschrittene können ihre Umwelt sogar in der U-Bahn ausblenden und sich anhand der Übungen überall entspannen.

Wie wirkt Autogenes Training?

Autogenes Training wirkt auf Körper und Geist zugleich: Auf der einen Seite beeinflussen die Konzentrationsübungen das Herz-Kreislauf-System, die Verdauung und die Atmung. Der Stoffwechsel beruhigt sich, die Blutgefäße weiten sich. Auf der anderen Seite können so auch Ängste abgebaut und die geistige Leistungsfähigkeit gesteigert werden. Deshalb wird Autogenes Training als Begleittherapie bei Bluthochdruck, Stress, Depressionen und Verdauungsbeschwerden empfohlen. Aber die Übungen dienen natürlich auch als Präventionsmaßnahe und lassen ganz nebenbei eine Oase im Alltag entstehen.

 

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Ein Kommentar

  1. S.
    22. Juni 2014

    Autogenes Training ist eine sehr feine Sache. Wenn ich es bei Kindern anwende bin ich manchmal selber verblüff wie schnell die positive Wirkung eintritt.
    Nach ein paar Anwendungen wirkt sich das in jeden Lebensbereich positive aus. Lg Victoria

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