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Dieser Artikel wurde am
22. Mai 2013 veröffentlicht.

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Was hilft gegen Übersäuerung des Körpers?

Woman shopping for produce in supermarketWährend manche Ernährungswissenschaftler die Einteilung in saure und basische Lebensmittel für überflüssig halten, sehen viele Naturheilkundler in der Übersäuerung des Körpers ein schwerwiegendes Gesundheitsrisiko. Aber auch Schulmediziner bestätigen, dass die Übersäuerung zumindest bei bestimmten Risikogruppen eine Rolle spielt. In unserem Artikel erfahren Sie, wie es zu einer Übersäuerung des Körpers kommt, welche Symptome auftreten und wie sie gelindert werden können.

Wie entsteht eine Übersäuerung?

Es gibt viele Gründe, warum sich Säuren im Körper ansammeln. Eine falsche Ernährung, Stress und Bewegungsmangel tragen dazu bei, dass sich sogenannte Schlacken bilden. Lebensmittel wie Fleisch, Eier oder Wurst stehen im Verdacht, die Säurebildung zu begünstigen.

Normalerweise kontrolliert der Körper den Säure-Base-Haushalt über ausgeklügelte Mechanismen, damit diese Beschwerden gar nicht erst entstehen. Bei gesunden Menschen ist die Niere in der Lage, überflüssige Säure-Ionen auszuscheiden. Menschen, die unter Diabetes oder Nierenschwäche leiden, haben aber häufiger mit einer Übersäuerung des Blutes zu kämpfen.

Symptome erkennen

Die Schlacken äußern sich auf unterschiedliche Art, z. B. durch Antriebsschwäche, Müdigkeit, Übelkeit, Appetitlosigkeit und Immunschwäche. Wird die Übersäuerung chronisch, kann es sogar zu brüchigen Knochen, Herzrhythmusstörungen, Karies und Muskelabbau kommen. Doch Naturheilkundler gehen davon aus, dass Übersäuerung selten die alleinige Ursache einer Erkrankung ist, sondern ihr Ausbrechen lediglich begünstigen kann.

Basische Lebensmittel

Naturheilkundler raten zu Fastenkuren, um den Körper zu entsäuern. Aber auch eine Ernährungsumstellung kann helfen: Dabei verzichten die Patienten auf tierische Produkte, Zucker und Weißmehl. Basisches Gemüse wie Sellerie, Karotten, Fenchel oder Kartoffeln sollten dagegen öfter auf den Tisch. Ein Vollbad mit Natriumbicarbonat ist ebenfalls geeignet, den pH-Wert zu senken. Im Handel werden darüber hinaus Basenpräparate angeboten, die die Entsäuerung unterstützen sollen. Wer sich unsicher ist, welche Methode die richtige für ihn ist, sollte seinen Arzt oder Heilpraktiker um Rat fragen.

Kräutertee selbst zubereiten

Es gibt viele basenreiche Kräuter, die eine Übersäuerung lindern oder vorbeugen können. Dazu gehören Brennnesseln, Schafgarbe, Lemongras, Löwenzahnblätter, Melisse, Lindenblüten und Holunderbeeren. Mischen Sie die Kräuter gleichmäßig und geben Sie drei Teelöffel in eine Tasse. Mit heißem Wasser übergossen muss der Tee nun 15 Minuten ziehen. Drei bis vier Tassen pro Tag sollten es allerdings schon sein, damit die Kräuter ihre Wirkung entfalten können. Langfristig hilft aber nur ein gesunder Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung, genügend Bewegung und wenig Stress, einer Übersäuerung entgegenzuwirken.

 

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2 Kommentare

  1. Elisabeth G.
    11. November 2013

    Vor 2 Jahren litt ich an Antriebslosikeit und starker Müdigkeit. Ich habe dann den Entschluß gefaßt mich mal bei meinem Arzt durchchecken zu lassen. Seine Diagnose: saisonale Depression. Er hat mir dann was verschrieben, daß meine Stimmung schon nach 2 Wochen etwas erhellen sollte. Es geschah jedoch nichts. Ich litt weiterhin an den Symptomen.
    Etwa ein halbes Jahr nach meinem Besuch beim Hausarzt hat mich eine Freundin mit zu einem Heilpraktiker genommen, ich erklärte ihm meine Lage und er ließ mich einen pH-Test meines Urins machen. Das Ergebnis: Übersäuerung. Er hat mir genau erklärt wie ich meine Ernährung umstelle und was ich zusätzlich noch machen könne.
    Nun habe ich meine Ernährung umgestellt und fühle mich schon viel wohler. Zusätzlich trinke ich den Kräutertee und nehme 2 mal pro Woche ein basisches Vollbad.
    Ich kann es nur jedem empfehlen, der auch an Übersäuerung leidet. Es hilft nicht nur Krankheiten vorzubeugen sondern auch den Alterungsprozess ein wenig zu verlangsamen.

  2. Tomas P.
    6. Juli 2014

    Das Problem mit Übersäuerung ist, dass die offizielle Medizin und die Mainstream-Medizinperiodiken, immer noch nicht anerkannt haben, dass Übersäuerung Beteiligung an diversen Kranheiten und Symptomen haben kann. Deswegen sind auch die Ärtze meistens nicht über diese Thema genug informiert.

    In offiziellen Kreisen wird immer darüber gesprochen, dass ein gesunder Mensch mit ausgewogener Ernährung genug Puffermechanismen im Körper hat, die den Organismus vor Übersäuerung schützen. Was ist jedoch “ein gesunder Mensch” und “ausgewogene Ernährung”. Selbst so genannte “Experten” sind sich hier nicht einig…

    Eines ist aber klar: wenn man sich bemüht, sich mehr “basisch” zu ernähren, oder einfach gesagt mehr rohes Gemüse und Obst zu sich zu nehmen und auf industriell produziertes Fertigkost soweit möglich zu verzichten und kombiniert das mit viel Bewegung und Entspannung, dann stellen sich früher oder später erkennbare Verbesserungen praktisch bei Allen, die es ernst ausprobiert haben.

    Das mit basischem Vollbad war mir bisher unbekannt, interessante Möglichkeit.

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