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Dieser Artikel wurde am
4. September 2013 veröffentlicht.

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Vorsorge beim Zahnarzt: Welche Behandlungen sind sinnvoll?

Vorsorge beim Zahnarzt: Welche Behandlungen sind sinnvoll?Manche Zahnerkrankungen sind hinterlistig. Sie schleichen sich langsam ein, ohne auf sich aufmerksam zu machen. Erst wenn die Krankheit weit fortgeschritten ist, entstehen starke Schmerzen. Doch soweit muss es nicht kommen. Wer seine Zähne regelmäßig kontrollieren lässt, kann sicher sein, dass alles in Ordnung ist. Doch nicht alle Vorsorgebehandlungen sind wirklich sinnvoll.  

Einmal pro Jahr sollten Patienten zum Zahnarzt – auch wenn sie kerngesund sind. Denn bleiben kleine Löcher oder Parodontose unbehandelt, können sie schwere Schäden verursachen. Damit es nicht so weit kommt, prüft der Arzt Zähne und Mundraum gründlich.

Was passiert bei der Vorsorgebehandlung?

Der Reihe nach untersucht der Zahnarzt alle Zähne, um mögliche Erkrankungen festzustellen. Ob parodontale Krankheiten vorliegen, prüft er, indem er die Zahnfleischtaschentiefe bestimmt. Auch die Zunge, die Kiefergelenke und die Kaumuskulatur nimmt der Zahnarzt unter die Lupe, um herauszufinden, ob alles in Ordnung ist. Nun kann er sich ein gutes Bild der allgemeinen Mundgesundheit seines Patienten machen.
In manchen Fällen führt der Arzt weitere Untersuchungen durch: Hat er Verdacht geschöpft, dass eine Erkrankung vorliegt, kann er Röntgenaufnahmen oder Kariesrisikotests machen.

Die Krankenkassen übernehmen diese Vorsorgeuntersuchung zweimal pro Jahr. Bonushefte sorgen dafür, dass die Patienten gleich doppelt profitieren: Gehen sie regelmäßig zur Vorsorge und können dies durch ihr Bonusheft nachweisen, zahlen die Kassen einen erhöhten Zuschuss bei Zahnersatzbehandlungen. Wer fünf Jahre lang einmal jährlich beim Zahnarzt war, erhält einen Bonus von 20 Prozent. Bei zehn Jahren vorbildlicher Vorsorge sind es sogar 30 Prozent.

Sind weitere Behandlungen sinnvoll?

Bei der Vorsorgeuntersuchung versäumen es viele Zahnärzte nicht, ihren Patienten weiterführende Behandlungen zu empfehlen, um Krankheiten vorzubeugen. Doch bislang gibt es kaum Studien, die deren Erfolg beweisen. Deshalb müssen die Patienten die Kosten dieser Zusatzbehandlungen selbst  zahlen. Lohnt sich das überhaupt?

Generell gilt: Je besser die Pflege, umso gesünder sind die Zähne. Die Basis ist nach wie vor eine gute häusliche Zahnpflege. Doch die harten Beläge zu entfernen, ist Aufgabe des Zahnarztes. Für die Zahnsteinentfernung kommt die Krankenkasse auf. Ob eine professionelle Zahnreinigung dann noch notwendig ist, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Studien, die diese Frage beantworten könnten, gibt es noch nicht.

Experten empfehlen diese Vorsorgebehandlung vor allem, wenn Patienten ein erhöhtes Risiko für Parodontose oder Karies haben. Senioren, Patienten mit Implantaten oder Kinder profitieren ebenso besonders von der professionellen Zahnreinigung. Bei dieser Behandlung reinigt ein Dentalhygieniker auch die Stellen, die mit der Zahnbürste schwer erreichbar sind, um für eine optimale Mundhygiene zu sorgen.

Tiefe Rillen auf den Kauflächen der Backenzähne heißen Fissuren. Da sich dort besonders gerne Bakterien ansiedeln, ist eine Fissurenversiegelung sinnvoll. Auch Fluorid-Zahnpasten helfen hier weiter. Aber diese Behandlung ist nur Patienten zu empfehlen, deren Zähne tatsächlich tiefe Rillen aufweisen – alle anderen kommen ohne aus.

 

Quellen und weitere Informationen:

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/zahnvorsorge-was-bringen-zahnreinigung-und-fissurenversiegelung-a-860816-2.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Vorsorgeuntersuchung_(Zahnmedizin)

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