Viele Verbraucher stehen der Gentechnik skeptisch gegenüber, denn die gesundheitlichen Auswirkungen manipulierter Lebensmittel sind noch nicht vollständig erforscht. Im Dschungel der Marken fällt die Orientierung jedoch schwer: Welche Firmen verzichten auf den Einsatz der Gentechnik? Welche Produkte sollten lieber im Supermarktregal bleiben? Greenpeace hat eine Liste mit Firmen erstellt, die gentechnikveränderte Produkte herstellen oder bewusst auf Gentechnik verzichten.
Viele Unternehmen verändern zwar nicht direkt das Erbgut ihrer Produkte, nutzen aber doch die Vorteile der Gentechnik. Ihre Zulieferer füttern beispielsweise ihre Kühe mit Gen-Soja oder Gen-Mais – die Milch ist entsprechend manipuliert. Müller, Bärenmarke oder Weihenstephan stellen daraus ihre Milchprodukte her. Auf der Zutatenliste müssen die gentechnisch veränderten Inhaltsstoffe jedoch vermerkt werden.
Es gibt auch einige Unternehmen, die zwar noch Gen-Produkte verwenden, aber längerfristig auf natürliche Lebensmittel umsteigen wollen. Frosta beispielsweise will seine Lebensmittel künftig ganz ohne Gentechnik herstellen. Auch Netto stellt um: Bis Ende 2011 sollen alle Eier gentechnikfrei sein.
Die Firmen, die auf Gentechnik verzichten, werden von Greenpeace in höchsten Tönen gelobt. So stellt Landliebe nur gentechnikfreie Produkte her und kennzeichnet diese mit einem entsprechenden Siegel. Auch Bauer versichert, dass seine Milchlieferanten keine gentechnisch veränderten Produkte zur Fütterung verwenden. Außerdem empfiehlt Greenpeace Bio-Händler, die ihre Produkte grundsätzlich ohne Gentechnik herstellen.