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Dieser Artikel wurde am
9. August 2013 veröffentlicht.

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Essen gegen den Klimawandel: Tipps für eine klimaschonende Ernährung

Essen gegen den Klimawandel: Tipps für eine klimaschonende ErnährungWer an den Klimawandel denkt, hat wohl zu allererst rauchende Schlote und Autokolonnen im Kopf. Kaum einer kommt auf die Idee, dass auch ein saftiges Steak oder ein frischer Apfel zum Klimawandel beitragen kann. Doch in der Tat sind 14 Prozent aller Treibhausemissionen in Deutschland auf die Lebensmittelproduktion zurückzuführen. Da Verbraucher selbst bestimmen, welche Lebensmittel auf ihren Tellern landen, können sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wenn sie wissen, wie eine klimaschonende Ernährung aussieht …

Warum Fleisch das Klima belastet

Besonders Rindfleisch sorgt mit einer schlechten Treibhausgasbilanz für Aufsehen: Bis ein Kilogramm Rindfleisch auf den Tellern landet, wurden 26 Kilogramm Kohlendioxid in die Luft geschleudert. Auch Schweine- und Hühnerfleisch stehen nicht viel besser da, doch Rindfleisch führt die Liste der klimaschädlichen Lebensmittel an. Vor allem, weil Rinder bei der Verdauung Methan freisetzen, das 25-mal schädlicher als CO2 ist. Vegetarier dürfen sich zwar freuen, weil sie sich klimafreundlicher ernähren, doch auch sie sollten darauf achten, was im Einkaufswagen landet.

Regional & saisonal essen

Die Supermarktregale bieten reichlich Auswahl: Allein die Äpfel kommen aus allen Herren Ländern. Doch wer Äpfel aus Chile oder Neuseeland in den Einkaufswagen legt, sollte sich bewusst sein, was für eine lange Reise dieses Obst hinter sich hat. Und wie viel Treibhausgase beim Transport ausgestoßen wurden. Im Vergleich zur deutschen Ware wird rund ein Drittel mehr Energie benötigt, um Obst von der anderen Seite der Welt nach Deutschland zu schaffen. Aber nicht nur regionale, sondern auch saisonale Produkte verbessern die Treibhausgasbilanz des Einzelnen.

Um schon im Frühjahr Erdbeeren anbieten zu können, müssen die Treibhäuser stark erwärmt werden. Die Heizkosten schlagen sich nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Klimabilanz nieder: Je mehr Öl und Gas verbrannt werden muss, um es den Erdbeeren warm genug zu machen, desto mehr CO2 wird verbraucht.

Unverpackt & frisch

Viele Verarbeitungsschritte sind notwendig, bis ein Fertigprodukt schließlich im Supermarktregal landet. Je nach Produkt muss es erhitzt, gekühlt und entsprechend gelagert werden, um verzehrfertig beim Verbraucher anzukommen. Dabei werden auch reichlich Treibhausgase erzeugt.  Um das zu vermeiden, sollten Verbraucher selbst zum Kochlöffel greifen – und aus frischen Lebensmittel ein gesundes Gericht zu zaubern.

Fertigprodukte sind meist auch gut verpackt, um den Transport heil zu überstehen. Doch auch die Verpackung muss zunächst hergestellt und dann wieder entsorgt werden, was wiederum viel Energie benötigt. Deshalb sind unverpackte Lebensmittel zu bevorzugen. Oft ist das aber nicht möglich. Dann ist es am besten, auf kompostierbare Verpackungen zu achten und Plastik zu meiden.

Klimabewusst einkaufen  & gesund leben

Wer sich klimabewusst ernähren will, tut nicht nur der Umwelt, sondern auch seiner Gesundheit etwas Gutes. Denn mäßiger Fleischkonsum schont das Herz genauso wie das Klima. Ein Beispiel: Würden die Briten ein Drittel weniger Fleisch essen und damit ihr Risiko für Herzkrankheiten verringern, gäbe es 18.000 Todesfälle weniger pro Jahr.

Natürlich lohnt es auch, regionale Produkte zu kaufen. Schließlich werden sie nicht lange zwischengelagert, bis sie verzehrt werden können, und enthalten dadurch mehr Vitamine. Saisonales Obst muss außerdem nicht so stark behandelt werden, um zu reifen. Wer dann noch mit dem Fahrrad zum Supermarkt fährt und seine Lebensmittel im energieeffizienten Kühlschrank lagert, kann sich über eine tolle Klimabilanz freuen.

 

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Ein Kommentar

  1. Sven
    15. August 2013

    Irre, dass der Klimawandel schon unsere Ernährung erreicht hat. Bei Dingen, wie Autos, Reisen etc. ist die Verbindung ja recht eindeutig und man muss nicht lange erklären, wie die Zusammenhänge sind. Aber die Belastung durch unsere Ernährung war mir noch gar nicht so bewußt.

    Danke für den Einblick!

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