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Dieser Artikel wurde am
8. März 2012 veröffentlicht.

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Sinn und Unsinn von Nahrungsergänzungsmitteln

Viele wissen, dass eine ausgewogene Ernährung wichtig ist, um gesund zu bleiben. Welche Nährstoffe die täglichen Mahlzeiten eigentlich enthalten, ist dabei weitgehend unbekannt. Und aus diesem Unwissen heraus greifen viele zu Nahrungsergänzungsmitteln, um auf alle Fälle gut versorgt zu sein. Aber tun sie sich wirklich etwas Gutes damit?

Wie viele Vitamine braucht das Land?

Die meisten Menschen nehmen mit ihrer täglichen Kost genügend Vitamine zu sich – und das mehr oder weniger bewusst, um die Folgen ungesunder Ernährung zu vermeiden. Wer die zehn Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung beachtet, ist meist auf der sicheren Seite.
Risikogruppen allerdings können von den Nahrungsergänzungsmitteln profitieren. Schwangere beispielsweise müssen darauf achten, genügend Vitamin-D und reichlich Folsäure zu sich zu nehmen. So verringern sie das Risiko, dass ihr Baby mit offenem Rücken geboren wird. Veganer dagegen sollten auf eine ausreichende Versorgung mit B 12 achten, Leistungssportler mit B-Vitaminen. Auch alte Menschen können Defizite aufweisen. In all diesen Fällen macht die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln Sinn. Für alle anderen gilt: Eine ausgewogene Ernährung reicht aus, um den Körper gut zu versorgen.

Nahrungsergänzung für Sportler

Spitzensportler, aber auch solche, dies es werden möchten, interessieren sich oft für das Thema Sportnahrung. Im Handel sind die unterschiedlichsten Präparate erhältlich, die die sportliche Leistung steigern sollen. Die Einnahme von Kreatin beispielsweise wird allerdings heftig diskutiert: Sollen die Kurzzeitleistung erhöht und die Maximalkraft der Muskeln erreicht werden, greift so manch einer zur Nahrungsergänzung mit Kreatin. Dieser Nährstoff wird normalerweise über Fleisch aufgenommen und sorgt für die reibungslose Funktion der Muskeln. Über kurze Zeit und in geringen Mengen kann eine Nahrungsergänzung sinnvoll sein, um sportliche Leistungen zu erhöhen. Auf lange Sicht reicht jedoch der Fleischkonsum aus, um den Körper zu versorgen.

Risiken

Wer sich gesund ernährt, liefert seinem Körper alle wichtigen Nährstoffe. Nur in Ausnahmefällen braucht der Körper mehr, als bereits erhält. Wer es mit den Nahrungsergänzungsmitteln übertreibt, setzt sich Risiken aus: Betacarotin, das freie Radikale fangen soll, kann bei Rauchern das Risiko für Lungenkrebs steigern. Selenpräparate können dagegen das Diabetes-Risiko erhöhen. Überlegen Sie sich also gut, ob eine Ergänzung Ihrer Ernährung sinnvoll ist und ob Obst und Gemüse nicht ausreichen. Fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt und lassen Sie sich persönlich beraten.

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