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Dieser Artikel wurde am
28. Juni 2013 veröffentlicht.

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Pflanzenschutzmittel auf deutschen Tellern: Wie hoch sind die Gesundheitsrisiken?

Pflanzenschutzmittel auf deutschen Tellern: Gesundheitsrisikem auf deutschen TellernVerbraucher meinen oft, dass keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf Obst und Gemüse zu finden wären. Doch das stimmt nicht. Rund 80 Prozent  des konventionell erzeugten Obstes und 55 Prozent des Gemüses enthalten noch Spuren der Gifte, die in der Landwirtschaft eingesetzt wurden. Sind diese Rückstände gefährlich? Wie kann man ihnen entgehen?

Was sind Pestizide?

Aus rund 800 Wirkstoffen stellen Experten verschiedenste Pflanzenschutzmittel her, die auf die jeweilige Obst- oder Gemüsesorte und das Klima vor Ort abgestimmt sind. Meist dienen die Pestizide dazu, Insekten, Pilze und Unkraut zu vernichten, die den Feldfrüchten schaden können. So fällt es den Bauern leichter, ihre Erträge zu sichern.
In Deutschland müssen Pestizide erst zugelassen werden, bevor sie auf den Feldern zum Einsatz kommen. So soll sichergestellt werden, dass Menschen, Pflanzen und Grundwasser keinen Schaden nehmen. Doch die geltenden Grenzwerte berücksichtigen nicht das Zusammenspiel verschiedener Giftstoffe. Experten fordern längst, dass der Gesetzgeber auch hier eine Richtlinie festlegt.

Wie Pestizide auf deutsche Teller kommen

In Deutschland ist gesetzlich festgelegt, wie viele Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf den Feldfrüchten verbleiben dürfen, um die Verbraucher von gesundheitsschädigenden Nebenwirkungen zu schützen. Die Einhaltung dieser Grenzwerte wird regelmäßig kontrolliert. Doch bei Produkten aus dem Ausland bemängeln vor allem Verbraucherschützer eine hohe Pestizidbelastung.

Es gibt allerdings Gifte, die sehr langsam abgebaut werden. Sie sind dann nicht nur auf Obst und Gemüse zu finden, sondern auch in tierischen Produkten. Denn wenn Hühner, Schweine oder Kühe mit gespritztem Futter gemästet werden, verunreinigen die Pflanzenschutzmittel auch Eier, Fleisch und Milch.

Gesundheitliche Folgen

Rückstände von Pflanzenschutzmitteln können negative Folgen mit sich bringen. Sie können z. B. Augen, Nieren, Muskeln und die Leber beeinträchtigen. Besonders wer häufig gespritzte Produkte zu sich nimmt, muss mit gesundheitlichen Einschränkungen rechnen. Sogar Immunschwäche und Krebs sollen die Pestizide auslösen.

Pestizide umgehen

Biobauern verzichten ganz auf Pflanzenschutzmittel. Wer also auf Biolebensmittel umsteigt, nimmt kaum Pestizide zu sich. Ganz ausschließen kann jedoch niemand, dass er nicht doch das ein oder andere Pflanzenschutzmittel abbekommt, da der Wind keine Grenzen kennt und die Giftstoffe über die Felder verteilen kann. Doch das passiert natürlich nur selten.

Wenn Sie sich Bioprodukte nicht leisten können, gibt es dennoch einen Weg, doch noch auf möglichst unbelastetes Obst und Gemüse zu setzen. Da Produkte aus dem Ausland oft stärker belastet sind, bevorzugen Sie lieber regional hergestellte Obst- und Gemüsesorten der Saison.

Um sich zusätzlich zu schützen, sollten Sie Obst und Gemüse vor dem Verzehr gut waschen. Entfernen Sie auch die äußeren Blätter von Salaten, da sich hier besonders viele Pflanzenschutzmittel ansammeln. Wer Lust hat, kann sein Obst und Gemüse auch auf dem Balkon oder im Garten anbauen, um auf Nummer Sicher zu gehen. Dann haben die Gedanken um Pestizide automatisch ein Ende.

 

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