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Dieser Artikel wurde am
16. Oktober 2014 veröffentlicht.

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Arztsuche

Bohren bald überflüssig? Neue Behandlungsmethode gegen Karies

Zahnarztbesuche sind vor allem deshalb so gefürchtet, weil sie nicht immer schmerzfrei verlaufen. Manche Patienten haben schon einen flauen Magen, wenn sie nur an den Bohrer denken. Doch unangenehme Kariesbehandlungen könnten bald der Vergangenheit angehören.

Neue Behandlungsmethode gegen Karies

Karies gehört zu den weit verbreitetsten Zivilisationskrankheiten: Über 90 Prozent der Bürger westlicher Industrienationen haben mit Karies-Bakterien zu kämpfen, die nach und nach die Zähne ruinieren. Bisher hieß das: Jetzt hilft nur noch bohren.

Mineralien: Sanfte Alternativen zum Bohrer

Auch wenn es unangenehm ist: Die geschädigte Zahnsubstanz muss entfernt werden, um den Zahn zu retten. Forscher vom King’s College London wollten sich mit der althergebrachten Methode allerdings nicht abfinden. Sie entwickeln eine Alternative, die in drei Jahren Einzug in die Zahnarztpraxen halten könnte

Die Idee: Mineralien helfen dem geschädigten Zahn, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Deshalb haben die Forscher geschädigte Zähne mit zusätzlichem Kalzium und Phosphat versorgt, die mittels Strom übertragen wurden. Der Erfolg gab ihnen Recht: Keine Spritzen, kein Bohren und keine Füllungen waren mehr nötig, um Karies zu heilen. „Unsere Methode ist nicht nur patientenfreundlicher und besser für die Zähne, sondern wir erwarten, dass sie mindestens genauso günstig wie aktuelle Behandlungsverfahren ist.“, so Professor Nigel Pitts, einer der Forscher am King’s College London in einer offiziellen Mitteilung.

Weißere Zähne statt Löcher

Doch die neue Behandlungsmethode ist nicht nur schmerzfrei, sondern hat einen praktischen Nebeneffekt: Das Verfahren könne auch genutzt werden, um die Zähne weißer zu machen. Ob die „Electrically Accelerated and Enhanced Remineralisation“ (EAER) hält, was sie verspricht, bleibt abzuwarten. Eine gute Zahnhygiene wird sie allerdings nicht ersetzen können.

 

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