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Dieser Artikel wurde am
16. Januar 2014 veröffentlicht.

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Neuauflage der 10 Ernährungsregeln: Die DGE setzt auf Nachhaltigkeit

10 Regeln der DGEIn 10 Regeln fasste die Deutsche Gesellschaft für Ernährung vor einigen Jahren kurz und knapp zusammen, was eine gesunde Ernährung ausmacht. Nun gibt es  eine Neuauflage: Die DGE hat erkannt, welchen Stellenwert das Thema „Nachhaltigkeit“ mittlerweile eingenommen hat. Doch was können Verbraucher tun, um sich nachhaltig zu ernähren?

Fleisch in Maßen

Fleisch ist für viele immer noch ein essentieller Bestandteil einer gelungenen Mahlzeit. Doch zu viel Fleisch schadet sowohl der Gesundheit als auch der Umwelt. Deshalb rät die DGE schon seit längerer Zeit, Fleischprodukte nur in Maßen zu verzehren. Maximal 600 Gramm Fleisch sollten es pro Woche sein. Aber warum leidet die Umwelt an der Fleischproduktion?

Die Fleischproduktion ist sehr aufwendig: Zunächst müssen Futtermittel angebaut werden, um sie schließlich zu den Tieren zu transportieren, die wiederum landwirtschaftliche Nutzfläche in Anspruch nehmen. Rund 80 Prozent der Fläche, die weltweit für die Landwirtschaft genutzt wird, liefern Futter für Schlachtvieh. Da die Fleischproduktion auch mit einem höheren Energieaufwand einhergeht, belastet die Viehzucht nicht nur die Böden, sondern auch das Klima. Vegetarier sparen rund 50 Prozent der Emissionen ein.

Wer auf Fleisch nicht verzichten will, sollte auf eine nachhaltige Herstellung achten, so die DGE. Doch wie finden Verbraucher heraus, welches Fleisch sie unbesorgt in den Einkaufswagen legen können? Diese Frage lässt sich leider nicht ohne weiteres klären, da die Produktionsbedingungen meist undurchsichtig sind. Generell gilt jedoch: Billig-Fleisch, das aus Massentierhaltung stammt, ist nicht empfehlenswert. Die Futtermittel werden in riesigen Monokulturen angebaut, eventuell sogar genetisch verändert und mit Pestiziden gespritzt. Lange Transportwege und strapazierte Böden sind die Folge. Bei Bio-Produkten müssen mindestens 50 Prozent der verwendeten Futtermittel aus heimischem Anbau stammen, was die Transportwege verkürzt. Der ökologische Anbau verbietet außerdem die Verwendung schädlicher Düngemittel.

Regionales und saisonales Gemüse bevorzugen

Gemüse ist die bessere Wahl – es ist gesünder und schont die Umwelt. Doch wer seine Energiebilanz im Blick hat, sollte auf regionales und saisonales Gemüse setzen. Obst und Gemüse von heimischen Bauern haben keine langen Transportwege hinter sich, bis sie auf unserem Teller landen. Äpfel aus Neuseeland oder Argentinien schmecken außerdem genauso gut wie heimische Sorten.

Die DGE empfiehlt außerdem, saisonale Produkte zu bevorzugen. Der Grund liegt auf der Hand: Gemüseanbau in Treibhäusern ist sehr aufwendig. Werden  Obst und Gemüse jedoch gezogen, nachdem sie auf natürlichem Weg herangereift sind, kann viel Energie eingespart werden.

Wer frische Zutaten mit möglichst wenig Verpackung kauft, tut sich selbst und der Umwelt einen Gefallen. Schließlich enthält frische Ware mehr Nährstoffe. Entfällt hoher Aufwand für Verarbeitung und Verpackung, profitiert außerdem die Umwelt. Laut DGE ist nicht nur Verpackungsabfall zu vermeiden, sondern auch eine aufwendige Zubereitung der Produkte. Leckere, nahrhafte Mahlzeiten sind außerdem schnell auf dem Tisch.

 

Quellen und weitere Infos:

http://www.ernaehrung.de/blog/dge-regeln-fuer-vollwertige-ernaehrung-aktualisiert/
http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=1154
http://www.essen-und-trinken.de/nachhaltigkeit/nachhaltiger-fleischkonsum-1020590.html#

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Ein Kommentar

  1. Heidi G.
    31. August 2014

    hallo,
    ich bräuchte dringend eine Tabelle wo die Haltbarkeit der Lebensmittel vermerkt ist.
    Z.B. wie lange ich Fleisch im Kühlschrank liegen lassen kann, wie lange Eier haltbar sind.
    wie lange offene Grillsaucen genießbar sind u.s.w.
    Gibt es da eine Möglichkeit?
    Ich wäre sehr froh darüber.
    Vielen Dank und viele Grüsse
    Heidi

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