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Dieser Artikel wurde am
11. April 2012 veröffentlicht.

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Lebensmittelimitate: Wo Käse draufsteht, ist kein Käse drin

Käse ist Käse, oder etwa nicht? Manche Lebensmittelhersteller haben entdeckt, dass die Produktion viel günstiger ist, wenn sie keine natürlichen Erzeugnisse verwenden, sondern Imitate. Welche Produkte sind betroffen? Wie reagieren die Firmen auf die Kritik? Und wie können Sie sicherstellen, dass auf Ihrem Teller tatsächlich Käse landet?

Käse oder Analogkäse?

Wo Käse draufsteht, muss auch Käse drin sein? Leider gehört diese so einleuchtend klingende Annahme schon zu den Ernährungsmythen. Denn Lebensmittelhersteller jubeln den Verbrauchern immer öfter Analogkäse unter. Diese haben kaum etwas mit Käse gemein: Sie enthalten Pflanzenfett, Eiweißpulver und Wasser statt Milch, wodurch die Kosten der Produktion deutlich sinken. Und nicht nur das: Viele Hersteller kennzeichnen die entsprechenden Produkte nicht einmal. 100.00 Tonnen Analogkäse werden im Jahr hergestellt – und von unwissenden Verbrauchern verzehrt.

Schokoladenkekse, Eis und Schinken

Immer mehr Produkte werden mittels Gentechnik oder mit Lebensmittelimitaten hergestellt. Mittlerweile gibt es schon Vanilleeis ohne Vanille, Schokokekse ohne Schokoladenfüllung und Meeresfrüchte-Cocktails mit Krebsfleischimitat. Ebenso beliebt unter den Lebensmittelherstellern – nicht unter den Verbrauchern – ist das Schinkenimitat. Obwohl das Schinkenimitat nach geltendem Recht nicht als Schinken ausgegeben werden darf, halten sich viele Hersteller nicht an dieses Gesetz. Um nun mehr Transparenz für die Verbraucher zu gewährleisten, hat die Verbraucherzentrale Hamburg eine Liste mit Firmen zusammengestellt, die Lebensmittelimitate verwenden.

Das sagen die Unternehmen

Manche Unternehmen haben die Kritik ernst genommen und Prüfungsverfahren Ihrer Produkte eingeleitet. Die Schokokekse beinhalten nun offiziell Kakao, der Putensalat tatsächlich Putenfleisch. Das vanillefreie Vanilleeis wurde aus dem Sortiment entfernt. Viele Firmen sehen sich jedoch nicht genötigt, die Rezepturen zu verändern und auf Lebensmittelimitate zu verzichten.

Woran erkennen Sie Lebensmittelimitate?

Ist die Zutatenliste und die Liste mit E-Stoffen sehr lang, könnte das darauf hinweisen, das hier Lebensmittelimitate zum Einsatz kamen. Denn natürliche Lebensmittel setzen sich aus wenigen Zutaten zusammen. Außerdem sollten Sie auf folgende Begrifflichkeiten achten: Heißt die Pizza „Pizza-Mix“, lesen Sie „Wasabi-Geschmack“ auf der Packung oder „mit erhöhtem Wassergehalt“, sollten Sie aufhorchen und das Produkt besser nicht in den Einkaufswagen legen, wenn Sie keine Lebensmittelimitate verzehren möchten.

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