Beim Thema Lebensmittelbestrahlung scheiden sich die Geister. Wissenschaftler versichern, dass die bestrahlten Lebensmittel keine unerwünschten Gesundheitsrisiken bergen und bedenkenlos verzehrt werden können. Umweltorganisationen wiederum beklagen, dass die Lebensmittelbestrahlung schädliche Nebeneffekte haben könnte. Der Meinungsdschungel lichtet sich etwas, wenn sich die Pro- und Contra-Argumente beider Seiten klar gegenüberstehen.
Die Lebensmittel werden mit radioaktivem Kobalt 60 bestrahlt. Sie werden dabei aber nicht selbst radioaktiv. Daneben kommt häufig auch die Elektronenbestrahlung zum Einsatz. Dabei wird ein energiereicher Elektronenstrahl auf die Lebensmittel gelenkt, ohne Radioaktivität zu erzeugen.
Getrockneten Kräuter und Gewürze dürfen mittlerweile auch in Deutschland bestrahlt werden. Diese Bestrahlung tötet Mikroorganismen und Insekten ab und verzögert die Reifung und die Auskeimung von Obst- und Gemüsesorten. Damit sind die Lebensmittel länger haltbar und können länger verkauft werden.
In anderen Ländern sind die Regelungen etwas lockerer. In Japan zum Beispiel dürfen auch Kartoffeln bestrahlt werden, in Amerika wird beispielsweise Hähnchenfleisch bestrahlt.
Bestrahlte Lebensmittel müssen gekennzeichnet werden. Selbst wenn nur die Kräuter einer Tiefkühlpizza bestrahlt wurden, muss das auf der Packung vermerkt werden. Allerdings finden sich bis jetzt nur wenige bestrahlte Lebensmittel in den Supermarktregalen, weil die Konzerne die Ablehnung der Verbraucher fürchten.