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Dieser Artikel wurde am
10. Oktober 2012 veröffentlicht.

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Kuriose Diäten: Abnehmpillen aus Japan, Bandwürmer und Co.

Jede zweite deutsche Frau hat Übergewicht. Kein Wunder also, dass sich die Industrie immer neue Diätmittelchen ausdenkt, die beim Abnehmen helfen sollen. Sie habe noch nie Pillen, Lippenstifte, Fastfood oder Bandwürmer ausprobiert, um Gewicht zu verlieren? Besser so!

Abnehmpillen aus Japan

Wie praktisch: Ein oder zwei Pillen geschluckt und schon purzeln die Pfunde. Abnehmen ohne Mühe und Verzicht versprechen die Wunderpillen aus Japan. Doch klinische Tests fehlen bislang. Nicht nur das: Alle, die kein Japanisch sprechen, verstehen den Beipackzettel nicht und werden nie die Inhaltsstoffe der japanischen Pillen erfahren. Wer kein Risiko eingehen will, verzichtet besser auf die kleinen Helfer in Kugelform.

Bandwurm-Diät

Anfang des 20. Jahrhunderts waren feine, abnehmwillige Damen sehr experimentierfreudig und scheuten sich nicht, selbst Bandwürmer zu Hilfe zu nehmen, um ein paar Kilo zu verlieren. Dabei ging es nicht darum, dass die Vorstellung eines Bandwurmes im Magen unweigerlich den Appetit verdirbt, sondern dass Bandwürmer reichlich Energiebedarf haben und dem „Wirt“ die Nahrung wegessen. Er nimmt daraufhin ab – muss aber auch mit unangenehmen Konsequenzen rechnen.
Denn diese Diätform kann schädliche Auswirkungen haben: Im schlimmsten Fall werden die Organe in Mitleidenschaft gezogen, andere leiden „nur“ unter Bauchschmerzen oder Mangelerscheinungen. Schließlich nehmen die Bandwürmer auch wertvolle Mineralstoffe und Vitamine auf. Also: Finger weg vom Bandwurm!

Diät-Lippenstift

Schminken und dabei abnehmen – der Diät-Lippenstift soll’s möglich machen. Der Erfinder, Dr. Kurtz, beteuert, dass Probanden durch diese moderne Abnehmmethode fünf bis neun Pfund verloren hätten. Denn der Lippenstift wirke als Appetitzügler: Die Wirkstoffe dringen über die Lippen schnell in den Körper und unterstützen so den Stoffwechsel, verbrennen Fett und sorgen für ein Sättigungsgefühl. Ernährungswissenschaftler wollen sich allerdings nicht recht überzeugen lassen, denn nur eine Ernährungsumstellung und genügend Bewegung versprechen langfristige Erfolge.

Mc Donald’s Diät

Fastfood ist meistens der Feind jedes Übergewichtigen. Meistens. Denn es gibt auch eine Diätform, die Fastfood erlaubt – allerdings nur, wenn man sich an bestimmte Regeln hält. Denn die Grenze liegt bei 2.200 Kilokalorien am Tag, Kohlenhydrate und Fett dürfen nur bis mittags auf den Tisch. Ansonsten sind all die „guten“ Dinge, Burger, Pommes und Muffins, erlaubt.
Und das soll funktionieren? Zumindest ein Reporter der „Welt“ hat nach zwei Wochen zwei Kilo abgenommen. Ein bombastisches Ergebnis. Wie schnell er die zwei Kilo wieder auf den Rippen hatte, wollte der mutige Journalist dann doch nicht verraten. Nur, dass er nach zwei Wochen keinen Mc Donald’s mehr sehen konnte. Zum Glück, denn selbst wenn man mit der richtigen Menge Fastfood ein klein bisschen abnehmen kann – gesund ist das sicher nicht.

 

Quellen:

http://www.bild.de/lifestyle/mode-beauty/fett/beim-abnehmen-appetitzuegler-fett-verbrennen-9514592.bild.html

http://www.welt.de/vermischtes/article1939003/Mein-Mampf-Tagebuch-einer-McDonalds-Diaet.html

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