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Dieser Artikel wurde am
8. Februar 2013 veröffentlicht.

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Ist Mikrowellenessen schädlich?

1261446_93935398Die Mikrowelle ist mittlerweile fester Bestandteil vieler Haushalte. Praktisch, wenn das Abendessen vorm Vortag schnell aufgewärmt ist, Fertiggerichte nach wenigen Minuten auf dem Tisch stehen oder für das Teewasser nicht mehr der Herd angeschaltet werden muss. Doch so manch einer hat immer noch ein ungutes Gefühl im Bauch, wenn er in sein Mikrowellengemüse beißt, stand das Gerät doch lange unter heftiger Kritik. Doch was ist dran an den Vorwürfen, Mikrowellenessen sei schädlich?

Zerstört die Mikrowelle wichtige Nährstoffe?

Wissenschaftler sind sich nicht einig, ob beim Erhitzen in der Mikrowelle wichtige Nährstoffe verloren gehen. Es gibt Studien, die darauf hindeuten, aber gleichzeitig fehlt es nicht an Forschungsergebnissen, die den Mikrowellen-Befürwortern in die Hände spielen. Es scheint, als sei das letzte Wort noch nicht gesprochen. Doch was haben die Wissenschaftler bisher herausgefunden?

Generell gilt: Jedes Lebensmittel, das auf irgendeine Art und Weise erwärmt wird, hat weniger Nährstoffe als ein vergleichbares rohes Produkt. Doch während bei der konventionellen Erhitzung Wärmeenergie von außen zugeführt wird, die allmählich in das Innere des Lebensmittels gelangt, so verändert die Mikrowellenstrahlung die Molekülstrukturen. Es findet also eine Art Radiolyse statt. Doch es ist noch unklar, wie solche Veränderungen zu bewerten sind.

Spanische Forscher fanden jedoch heraus, dass die wertvollen sekundären Pflanzenstoffe in Mikrowellengemüse zerstört sind. Besonders die Antioxidantien, die vor Krebs schützen, überleben das Garen in der Mikrowelle nicht. Ob sich die Ergebnisse dieser Studie, die vor allem Brokkoli untersuchte, verallgemeinern lassen, bleibt abzuwarten.

Denn es gibt auch Studien, die andere Schlüsse zulassen: Die Forscher der Deutschen Gesellschaft für Ernährung vertreten nach der Durchführung eigener Forschungen die Meinung, dass sich die Lebensmittelinhaltsstoffe bei Mikrowellennutzung genauso verhalten wie bei konventioneller Erwärmung. Die Forschungsergebnisse verschiedener Wissenschaftler widersprechen sich also – mehr Studien sind daher erforderlich, um die Sachlage eindeutig zu klären.

Ist Mikrowellenstrahlung krebserregend?

Leider sind sich Wissenschaftler auch nicht einig, wie die Mikrowellenstrahlung den menschlichen Organismus beeinflusst. So kam der Schweizer Umweltbiologe Dr. Hertel 1989 zu dem Ergebnis, dass die Hämoglobin- und Cholesterinwerte bei Probanden zurückgingen, nachdem sie Mikrowellenessen zu sich genommen hatten. Außerdem stellte Dr. Hertel Schädigungen an Zellmembranen fest. Seit Dr. Hertel jedoch verklagt und die Veröffentlichung seiner Studie zehn Jahre lang verboten wurde, sind die kritischen Stimmen leiser geworden.

Doch auch in Russland interessierten sich die Forscher für die Mikrowelle und ihren Einfluss auf die Gesundheit ihrer Nutzer. Sie fanden heraus, dass die Erhitzung durch die Mikrowelle zur Bildung krebserregender freier Radikalen führt. Deshalb war die Mikrowelle in der Sowjetunion verboten – bis sich das Land dem Westen und der freien Marktwirtschaft öffnete.

Deutsche Wissenschaftler sehen dagegen keine Gefahr in Mikrowellennahrung: Die Strahlung sei zu gering, um sich negativ auf den Menschen auswirken zu können. Auch die Leckstrahlen, die von der Mikrowelle ausgehen, seien nicht krebserregend. Die gängigen Mikrowellenöfen überschreiten außerdem das Maß vorgeschriebenen Strahlungswerte nicht. Das Bundesministerium für Strahlenschutz äußert deshalb keine Bedenken gegenüber Mikrowellen.

Auch hier gilt: Wenn sich Studien widersprechen, kann die Forschungsarbeit noch nicht beendet sein. Bis jedoch noch neue Ergebnisse zu Tage gefördert werden, müssen Verbraucher selbst entscheiden, ob sie die Bequemlichkeiten der Mikrowelle genießen oder besser auf mögliche Risiken verzichten wollen.

 

Quellen und weitere Infos:

http://www.fid-gesundheitswissen.de/ernaehrung/mikrowelle/mikrowelle-schnell-praktisch–aber–gefaehrlich-/102016842/

http://www.wahrheitssuche.org/mikrowellen.html

http://www.rundschau-online.de/magazin/ernaehrung-mikrowellenessen-schadet-nicht,15184902,15408196.html

 

7 Kommentare

  1. Jasmin
    27. Februar 2013

    Man sollte zumindest nicht regelmäßig die Mikrowelle zum Erwärmen der Speisen verwenden. Was mir immer bei aufgewärmten Gerichten in der Mikrowelle aufgefallen ist, ist eine übertriebene Hitze-Bildung, welche einfach unnatürlich im Mund erscheint und in so manchen Restaurants gerne mal wieder erkannt wird.
    Ich finde es in jedem Fall merkwürdig, dass über ein so umstrittenes Produkt so wenig Studien gemacht werden. Das hört sich wieder mal nach einen Fall für Verschwörungstheoretiker an :D

    • sockengaertner
      26. Januar 2014

      Ich bin der Meinung wenn etwas nicht ausgereift ist oder nicht genügend erforscht sollte es nicht verkauft oder sogar mittels Werbung angepriesen werden,wer trägt die Kosten wenn sich herausstellt das es Gesundheitsschädigend ist ??? Dann Heist es selber schuld eigenes Risiko aber die das entwickelt haben haben Millionen damit gemacht auf kosten der Gesundheit anderer. Die Mikrowelle sollte als Küchengerät verboten werden auf Grund ungenügenden Wissens über die Folgen oder Risiken.

  2. mindamino
    26. September 2013

    Mikrowellen zerstören Inhaltsstoffe von Gemüse!

    • Berliner
      5. März 2014

      Sprechblasen wie diese von mindamino bringen uns überhaupt nicht weiter.

  3. ex peri
    17. Juni 2014

    das einfach behaupten von vermeindlichen tatsachen hilft auch nicht weiter. die russischen studien sind alt(70er jahre). die geräte auf die sich die russischen studien beziehen sind auch bei us verboten und waren auch nie erlaubt. es gibt zwei bereich, die diskutiert werden:
    1. der direkte einfluss der strahlen auf unsere gesundheit
    die gefahr für menschen durch mikrowellenstrahlen ist sehr wohl und sehr gut erforscht. die gefahr ist groß und die folgen wären enorm, wenn die geräte nicht abgeschirmt wären. das was da heute noch “rauskommt” gilt als irrelevant, da vergleichbare strahlungen durch radar i.ä. viel stärker sind.
    2. der indirekte einfluss über veränderung der der nahrung
    bisher gibt es da keine belegbaren erkenntnisse, dass es diesen einfluss gibt. es ist im gegenteil so, dass bisher alle behauptungen wiederlegt werden konnten. das tolle beispiel mit den bohnen, die einmal mit “mikrowellenwasser” und einmal mit unbehandeltem wasser gegossen werden, haben wir schon in den 80igern in der schule wiederlegen können. entsprechend auf dem herd erhitztes wasser hatte exakt die gleich wirkung. ebenso ist die zerstörung von vitaminen, eiweissen und anderen nahrungsbestandteilen von der temperatur abhängig, nicht aber von der art, wie die temperatur erreicht wird.
    karzinogene stoffe bilden sich auch bei jeder art der erhitzung eine veränderung durch die art ist kaum festzustellen. dadurch dass die mikrowelle im wesentlichen oh verbindungen durch anregt und erhitzt ist in bezug auf karzinogene, die erhitzung sogar deutlich schonender
    ach ja und das mikrowellenpopcorn krebs verursacht liegt nicht an der mikrowelle, sondern an den chemikalien mit denen das corn prepariert ist.
    etc.etc.
    chemische veränderungen gibt es durch jede art der erhitzung

  4. Michael J.
    6. November 2014

    Mikrowellenerwärmte Nahrung verändert die Eigenschaften des in der Nahrung enthaltenen Wassers derart, dass es zu relativen Riesenzellen kommt, die die Kapillaren des Gewebes Nicht mehr richtig durchdringen Können; In der Folge kommt es zu Durchblutungsstörungen Und Nervenleitungs- und energetisch messbaren Zellverbandsenergie-Defiziten.
    Wer also die Lebensenergie beziehungsweise die Zellverband-Energie messen kann, beweist schluessig, dass die Verwendung von Mikrowellen auf Dauer lebensgefährlich ist. Kein Vogel haelt es länger als 8 Wochen aus, falls er Mikrowellenerwärmtes Wasser trinken muss. eine Pflanze mit Mikrowellen-Wasser gegossen geht innerhalb von 14 Tagen ein!!! nur den Menschen darf natürlich die Mikrowelle nicht schaden.

  5. annchrs
    29. November 2014

    lieber Michael! kennst Du studien dies belegen? wuerde mich interessieren.

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