Meta

Dieser Artikel wurde am
23. Juli 2012 veröffentlicht.

Bildrechte

© Yuri Arcurs - fotolia.com

Arztsuche

Homöopathie: Heilung auf die sanfte Art?

Der Naturheilkunde wenden sich gerade diejenigen zu, die von der Schulmedizin enttäuscht worden sind. Und so probieren immer mehr Menschen auch homöopathische Mittel aus, um große und kleine Beschwerden einzudämmen. Doch noch immer wird der Nutzen der Homöopathie von kritischen Stimmen angezweifelt. Ist den kleinen Kügelchen also zu trauen – oder nicht?

Was ist Homöopathie?

Die Homöopathie basiert auf den Entdeckungen eines deutschen Arztes aus dem 18. Jahrhundert, Samuel Hahnemann. Er sah die Ursache einer Krankheit in der gestörten Selbstregulation von Körper und Geist. Deshalb spielen bei diesem ganzheitlichen Ansatz nicht nur akute Symptome eine Rolle, sondern die Wechselwirkungen von Körper, Geist und Seele werden ebenso in Betracht bezogen. Gerade der ganzheitliche Ansatz spricht viele Patienten an.

Wie funktioniert Homöopathie?

Das Grundprinzip der Homöopathie lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Ähnliches mit Ähnlichen heilen. Deshalb enthalten die kleinen Kügelchen einen verdünnten Wirkstoff, der in seiner unverdünnten Form die Symptome auslösen kann, die er bekämpfen soll. Ein Beispiel: Zwiebeln lassen die Nase laufen und werden deshalb gegen Schnupfen eingesetzt. Diese Behandlungsmethode ist nicht so paradox, wie sie klingt: Die Gabe der verdünnten Wirkstoffe soll das Immunsystem anregen, um den Körper aus eigener Kraft zu heilen.

Wie läuft eine Behandlung beim Homöopathen ab?

Um das komplexe System aus Körper, Geist und Seele zu verstehen und die Ursachen eines Ungleichgewichts auszubalancieren, nimmt sich der Homöopath viel Zeit. Die Anamnese, das Erstgespräch, kann bis zu zwei Stunden dauern. Dabei stellt der Homöopath Fragen zu den Symptomen, aber auch zur Persönlichkeit des Patienten, um das geeignete Heilmittel zu finden.

Wann hilft Homöopathie?

Viele Menschen vertrauen vor allem bei Alltagsbeschwerden auf die heilende Wirkung homöopathischer Mittel. Erkältungen, Menstruationsbeschwerden oder Probleme in den Wechseljahren können durch Homöopathie gelindert werden. Auch gegen Hautprobleme oder Schlafstörungen werden die kleinen Kügelchen verabreicht. Je nach individueller Situation sollte ein auf Naturheilkunde spezialisierter Schulmediziner oder ein Homöopath beurteilen, ob homöopathische Mittel infrage kommen.

Die Grenzen der Homöopathie

Die homöopathischen Mittel sollen keine Nebenwirkungen haben, weil sie so stark verdünnt wurden. In manchen Fällen kann es jedoch auch zu einer Verschlimmerung der Symptome kommen. Diese kann zwar erwünscht sein, wenn diese Verschlimmerung den Heilungsprozess letztlich beschleunigt, kann aber auch zu gefährlichen Auswüchsen führen. Deshalb ist die Unterstützung erfahrener Ärzte oder Homöopathen gerade bei schweren Krankheitsverläufen wichtig. Generell gehören schwere Erkrankungen oder akute Notfälle zunächst in die Hände der Schulmedizin. Auch hier können homöopathische Mittel als unterstützende Maßnahme integriert werden, wenn dies im jeweiligen Fall sinnvoll erscheint.

 

Quellen und weiterführende Infos:

 Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Schreib uns Deine Meinung