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Dieser Artikel wurde am
28. Mai 2014 veröffentlicht.

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Homöopathie bei Stoffwechselstörungen: Tipps & Tricks

Homeopathic medicationHomöopathie gehört zu den ganzheitlichen Verfahren. Nicht Symptome, sondern Menschen mit all ihren Befindlichkeiten stehen im Mittelpunkt. Das gilt auch für die Behandlung von Stoffwechselstörungen: Jedes Mittel, das zur Verfügung steht, richtet sich an Patienten mit bestimmten Symptomen und Charakteren. Welches Mittel für Sie das richtige sein könnte, verrät dieser Artikel.

Wie Homöopathie wirkt

Die Homöopathie ruht auf drei Säulen. Die wohl bekannteste ist das „Simile-Prinzip“: Demnach lassen sich Symptome lindern, wenn sie mit Wirkstoffen behandelt werden, die bei Gesunden ähnliche Beschwerden hervorrufen. Klingt zunächst paradox, lässt sich aber erklären, wenn das Immunsystem ins Blickfeld rückt. Denn die homöopathischen Mittel, die in sehr geringerer Dosierung verabreicht werden, regen die Abwehrkräfte an. So animieren sie den Körper zur Selbstheilung.

Die zweite Säule ist die Erfassung des individuellen Krankheitsbildes. Das bedeutet, dass Symptome nie isoliert betrachtet, sondern immer im Kontext behandelt werden. Deshalb gibt es kein Standard-Mittel, das jedem Patienten hilft. Das macht die Behandlung mit Homöopathika natürlich nicht einfacher, doch können auf diese Weise gleich mehrere Symptome gelindert werden. Wenn das richtige Mittel gewählt wurde.

Wenn der testen möchte, ob er das richtige Mittel angewandt hat, kommt die dritte Säule der Homöopathie ins Spiel, die sogenannte Arzneimittelprüfung. Dabei verabreicht der Arzt eine bestimmte Menge des homöopathischen Mittels, um alle Veränderungen akribisch zu notieren. Tritt eine Linderung der Beschwerden ein, kann die Medikation fortgesetzt werden.

Wie Homöopathie bei Stoffwechselstörungen hilft

Rund 3000 homöopathische Wirkstoffe stehen momentan zur Auswahl, die allesamt nicht nur ein Symptom, sondern viele Beschwerden lindern sollen. Das richtige auszuwählen, ist deshalb gar nicht so einfach. Wichtig ist, den Patienten in seiner Gesamtkonstitution zu erfassen: Körperliche Beschwerden, Charakter und Gewohnheiten spielen eine Rolle.

Wer unter Stoffwechselproblemen leidet, sollte daher einen Blick auf weitere Symptome werfen, um das richtige Mittel für sich zu finden. Wenn Stoffwechsel und Verdauung gestört sind, ist ein anderes Mittel zu bevorzugen als bei einem langsamen Stoffwechsel, der ständig das Diätvorhaben untergräbt. Entnehmen Sie der folgenden Liste, für welche Patienten die einzelnen Mittel gedacht sind – und welches zu testen sich lohnt. Die Selbstmedikation ist zwar weitgehend ungefährlich, wenn sie korrekt angewandt wird, doch die Komplexität der Heilmittel erfordert manchmal einen Fachmann.

Bei Stoffwechselstörungen und Verdauungsproblemen

Absinthium Urtinktur
Sie leiden unter Stoffwechselstörungen, weil Magen und Leber nicht mehr richtig arbeiten? Dann könnte dieses Mittel weiterhelfen. Es regt Darm und Bauchspeicheldrüse an und fördert die Gallenbildung, so der Heilpraktiker Robert Kopf.

Acidum phosphoricum D3
Dieses Mittel setzt an unterschiedlichen Stellen an: Es reinigt das Blut, harmonisiert den Stoffwechsel, kräftigt Bauchspeicheldrüse und Darm und stärkt die Nerven. Wer unter Müdigkeit, Schwäche, Depressionen und Konzentrationsstörungen leidet, könnte von diesem Mittel profitieren.

Stoffwechsel anregen & abnehmen

Agrimonia eupatorio D2
Wer abnehmen und seinen Stoffwechsel anregen möchte, kann Agrimonia eupatorio D2 testen. Es dient der Reinigung, stärkt Magen und Darm und fördert die Wasserausscheidung. Es ist auch für die Behandlung von Nieren- und Blasenbeschwerden geeignet.

Ammonium carbonicum D12
Für übergewichtige Frauen, die schnell nach Luft ringen, unruhig und ängstlich sind sowie unter unreiner Haut und tränenden Augen leiden, ist Ammonium carbonicum D12 gedacht.

Barium jodatum D3
Dieses Mittel hilft weiter, wenn der Stoffwechsel aufgrund einer Schilddrüsenunterfunktion gestört ist. Es regt den Stoffwechsel an.

Capsicum D4
Patienten mit langsamen Stoffwechsel, die unter brennender Haut leiden und ihren Körper entgiften wollen, profitieren womöglich von diesem Mittel.

Psyche & Stoffwechsel

Agnus castus D2
Agnus castus D2 eignet sich für Frauen, die vor oder nach der Menopause unter Stoffwechselstörungen leiden. Vor allem, wenn diese Probleme mit Stimmungsschwankungen, Wetterempfindlichkeit und Depressionen einhergehen.

Ambra D30
Ist der Stoffwechsel aus der Balance geraten, weil Nervosität und Grübeleien den Alltag bestimmen, hilft Ambra D3 weiter. Dieses Mittel richtet sich vor allem an Menschen, die schwer abschalten können, leicht aus der Fassung geraten und schlank sind.

Aurum metallicum D4
Patienten, die unter Stoffwechselstörungen und Bluthochdruck leiden, argwöhnisch und reizbar sind, können die Wirkung von Aurum metallicum D4 testen.

Wer sich in einer der Beschreibungen widergefunden hat, kann dieses Mittel testen – ansonsten ist ein Besuch beim Homöoathen zu empfehlen, der sich mit den kleinen weißen Kügelchen bestens auskennt und das richtige Medikament schneller findet.

 

 

Ein Kommentar

  1. erika
    16. Januar 2015

    Ich bin Rohköstlerin,wenn ich falsch esse z.B.viel Süßes oder gekochtes bekomme ich fersenrisse und rote Fersen und die Fußsohlen brennen,außerdem bin ich mit 54 seit kurzem in den Wechseljahren,das heißt die Tage bleiben aus oder kommen erst viel später.Ich habe auch immer Appetit auf süßes vor allem Zartbitterschokolade.Die muß aber roh sein,sonst bekommt die mir überhaupt nicht mehr.Da bekomme ich einen Blähbauch.Ich mache mir am liebsten Säfte wie Apfelsaft mit Möhren und Stangensellerie und rote Beete.Bekommt mir sehr gut,auch mit Apfelessig und Olivenöl schmeckt mir der Saft,da bin ich auch topfit.Aber wehe ich esse anders,da geht es gleich los mit den Unverträglichkeiten.Gibt es ein Homöopatisches Mittel für meine Füße?
    v.G.Erika

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