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Dieser Artikel wurde am
27. Juni 2012 veröffentlicht.

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Welche Heilkräuter helfen gegen Verstimmungen?

Hektik, Lärm und ständige Zerstreuung sorgen nicht selten für Nervosität und Unruhe. Stress in der Arbeit oder im Privatleben tun dann ihr Übriges, um einer anhaltenden Verstimmung Tür und Tor zu öffnen. Millionen von Deutschen greifen dann zu Heilkräutern, um der guten Laune etwas auf die Sprünge zu helfen.

Johanniskraut gegen Depressionen

Das bekannteste Heilmittel gegen Verstimmungen ist Johanniskraut. Seine Wirkung ist mittlerweile nachgewiesen. Depressionen, Angstzustände, Schlaflosigkeit und Nervosität können durch Johanniskraut in Schach gehalten werden.
Der Vorteil gegenüber Medikamenten: Johanniskraut hat kaum Nebenwirkungen und hilft dennoch effizient, die Beschwerden zu lindern. Das Kraut wirkt direkt im Gehirn: Es hemmt unter anderem die Wiederaufnahme von Serotonin, dem Glückshormon, und erhöht dadurch dessen Konzentration im Blut. Diese Wirkung tritt jedoch nicht sofort ein, sondern erst nach mehreren Wochen.

Die beruhigende Wirkung des Baldrians

Auch Baldrian ist ein häufig genutztes Heilkraut, um Verstimmungen aufzulösen. Wissenschaftler sind sich allerdings noch nicht im Klaren, wie das Heilkraut genau auf den Körper wirkt. Aber aus der Erfahrung weiß man, dass seine Inhaltsstoffe beruhigen, Schmerzen stillen, Krämpfe lösen und den Blutdruck senken. Da Baldrian körperliche Anspannungen und Stress abdämpft, wird er auch als Einschlafhilfe verwendet. Doch wer schnelle Hilfe bei akuten Problemen sucht, sollte auf ein anderes Mittel ausweichen, denn Baldrian wirkt erst Tage oder Wochen nach der Einnahme. Die Baldrianwurzel kann zu einem Tee, einem Aufguss oder einer Tinktur verarbeitet werden.

Melisse: köstliches Heilkraut

Die duftende Melisse schmeckt nicht nur lecker, sondern wirkt auch beruhigend und angstlösend. Deshalb dient sie nicht nur als Heißgetränk und peppt Salatkreationen auf, sondern wird schon seit dem Mittelalter gegen allerlei Beschwerden angewandt. Wer die Pflanze gegen Verstimmungen einnehmen möchte, kann sie mit Baldrian, Lavendel oder Passionsblume kombinieren, denn die verschiedenen Kräuter wirken an unterschiedlichen Stellen im Körper.

Ginseng gegen Erschöpfung

So manche Verstimmung bedrückt nicht nur das Gemüt, sondern sorgt auch für Erschöpfungszustände. Dann hilft eine asiatische Pflanze, die schon seit 2000 Jahren in der Traditionellen Chinesischen Medizin angewandt wird. In der fernöstlichen Medizin dient Ginseng dazu, den Körper widerstandsfähiger zu machen und dadurch Müdigkeit zu bekämpfen.
Die Wirkung des Ginsengs wurde schon in zahlreichen Studien erforscht. Da viele dieser Studien allerdings aus Asien kommen, sind sie für westliche Wissenschaftler schwer auszuwerten. Aber auch heimische Studien weisen daraufhin, dass das asiatische Heilkraut die Abwehrkräfte anregt. Doch Vorsicht: Diabetiker oder Blutdruckpatienten sollten Ginseng nur nach Rücksprache mit ihrem Arzt einnehmen, da das Heilkraut die Blutgerinnung verändern kann.

 

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