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Dieser Artikel wurde am
25. Juni 2012 veröffentlicht.

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Heilfasten: Nur ein weiteres Abspeckprogramm?

Viele Abspeckprogramme sind darauf ausgerichtet, in kurzer Zeit möglichst viel Fett abzubauen. Wer nicht nur Pfunde verlieren, sondern seinem Körper auch etwas Gutes tun möchte, kann sich für das Heilfasten entscheiden. Einige Tage nichts zu essen hilft nicht nur beim Abnehmen, sondern reinigt gleichzeitig den Körper – und die Seele.

So reagiert der Körper

Für den Körper ist das Fasten eine Herausforderung. Denn in nur wenigen Tagen muss sich der Körper an die veränderten Umstände anpassen. Während des Fastens entleert sich der Darm, die Haut wird straffer und Fette werden abgebaut. Darüber hinaus sinkt der Blutdruck, das hormonelle Milieu verändert sich und das Immunsystem wird gestärkt.
Wenn Sie reichlich trinken, kann der Körper leicht die Gifte und Schlacken aus dem Körper spülen, die sich dort angesammelt haben.

„Wie frisch verliebt…“

… So beschreibt eine Anhängerin des Heilfastens ihre Erlebnisse während der Fastenkur. Nichts essen und sich dabei auch noch gut fühlen? Wissenschaftler bestätigen, was sich viele nur schwer vorstellen können. Die Ernährungsmedizin besagt, dass beim Fasten der Stoffwechsel umgestellt wird und dabei das Glückshormon Serotonin häufiger ausgeschüttet wird. So kommt es, dass sich beim Heilfasten nicht nur der Körper, sondern auch die Psyche reinigt.
Bis sich der Körper jedoch umgestellt hat, kann es zu unangenehmen Begleiterscheinungen kommen. Manche berichten über Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Schwindelanfälle. Sind diese überstanden, können jedoch Kreativitätsschübe und Glücksgefühle auftauchen.

Der Fasten-Plan

Am ersten Fastentag ist eine Darmreinigung sinnvoll. Dafür kann ein Einlauf oder Glaubersalz verwendet werden. Bleiben Sie an diesem Tag in der Nähe einer Toilette und gönnen Sie sich Ruhe.
Nehmen Sie während der ganzen Fastenkur reichlich Flüssigkeit zu sich: Obst- und Gemüsesäfte, Wasser und Kräutertee stärken den Körper und versorgen ihn mit Energie.
Wenn Sie nach Ihrer Fastenkur wieder feste Nahrung zu sich nehmen, sollten Sie langsam anfangen. Ein geriebener Apfel, püriertes Gemüse und Joghurt helfen, den Körper Schritt für Schritt wieder ans Essen zu gewöhnen.

Gefahren

Das Heilfasten ist jedoch nicht ganz ungefährlich. Wenn der Darm lange inaktiv ist, kann sich hochkonzentrierte Galle kristallisieren. Diese werden teilweise von selbst wieder abgebaut – teilweise entstehen aber auch Gallensteine.
Ein weiteres Risiko besteht im Muskelabbau. Damit der Körper nicht nur Fett, sondern auch Muskelmasse abbaut, sollte eine längere Fastenkur nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. Richtig durchgeführt, hilft die Fastenkur jedoch nicht nur beim Abnehmen, sondern auch bei der Reinigung des Körpers.

 

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Ein Kommentar

  1. Milos K.
    17. Februar 2014

    Das Fasten gehört in vielen Religionen seit langer Zeit zu dem allbewährten Reinigungsmittel von Körper und Geist. Schön, dass auch westliche und eher wissenschaftlich orientierte Zeitgenossen die Vorteile vom Heilfasten entdecken. Ich selber faste jedes halbe Jahr und seitdem fühle ich mich viel verbundener mit meinem Körper. Früher hatte ich oft Magenprobleme, oft wegen zu viel Stress im Job. Seitdem ich faste, gehört das Problem der Vergangenheit an. Eine Freundin erzählte mir sogar, dass bei ihrem ersten Fasten die Zunge schwarz wurde. Das lag wohl daran, dass all die Giftstoffe im Körper endlich „nach oben“ kamen und somit hinaus befördert wurden. Den Anblick stelle ich mir schon etwas seltsam vor…

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