Meta

Dieser Artikel wurde am
20. März 2012 veröffentlicht.

Bildrechte

Amir Kaljikovic - Fotolia.com

Arztsuche

Gute Laune, schlechte Laune: Wie Hormone unsere Stimmung beeinflussen

Wenn die Hormone verrückt spielen, essen Schwangere Süßes und Saures zugleich, Stressreaktionen überrollen Arbeitswütige und Jojo-Effekte machen Fettleibigen das Leben schwer. Wenn die Hormone loslegen, kann sich die Stimmung schlagartig ändern. Wie machen sie das?

Von der Drüse zum Organ

Hormone werden von Drüsen gebildet, in die Blutbahn abgegeben und zu bestimmten Organen transportiert. Dort lösen sie spezifische Reaktionen aus. Damit wirken sie sich auf unser Befinden, unser Verhalten und unsere Gesundheit aus. In Stresssituationen wird beispielsweise Adrenalin ausgeschüttet, das das Herz schneller schlagen und den Blutdruck steigen lässt. Dann sind wir kampf- und fluchtbereit.

Muskeln, Lebenslust und Knochenabbau

Es gibt aber auch Hormone, die bei Frauen und Männern unterschiedlich wirken. Testosteron sorgt bei Männern beispielsweise dafür, dass sich die typischen Geschlechtsmerkmale entwickeln und sich Muskeln aufbauen. Auch die allgemeine Lebenslust wird durch das Testosteron gesteigert.
Östrogene sind die weiblichen Geschlechtshormone. Sie regeln den Zyklus und verhindern den Knochenabbau.

Schlaf, gute Laune und Fettleibigkeit

Ohne Melanin könnten wir nicht schlafen. Es wird vor allem nachts ausgeschüttet und sorgt dafür, dass wir müde werden. Das Gegenteil bewirkt das Hormon Serotonin: Es macht uns wach und fit und sorgt für eine gute Stimmung. Scheint die Sonne, wird dieses Hormon verstärkt produziert. Die gute Laune trägt nicht nur zu unserem Wohlbefinden, sondern auch zur allgemeinen Gesundheit bei.
Insulin wird auch das „Dickmacher-Hormon“ genannt. Es sorgt dafür, dass Zucker in den Zellen eingelagert werden kann. Ist viel Insulin im Blut, wird die Fettverbrennung gehemmt.

Die Gefühlsachterbahn

Aber auch die Ruhe überkommt uns, wenn ein bestimmtes Hormon aktiv wird. Progesteron wird auch als „körpereigenes Valium“ bezeichnet. Es sorgt dafür, dass wir uns beruhigen und weniger verletzlich sind. Steht dem Körper zu wenig Progesteron zur Verfügung, kommt es schneller zu Angstzuständen, Phobien und schlechter Laune. Dies ist einer der Gründe, warum junge Mädchen oft labiler sind als Jungs. Die hormonellen Umstellungen sorgen für Gefühlsschwankungen. Man kann also niemanden verurteilen, der in der Gefühlsachterbahn sitzt – man steigt nicht bewusst sein, sondern körpereigene Mechanismen bringen den Wagen ins Rollen. Und das schon seit Tausenden von Jahren.

Schreib uns Deine Meinung