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Dieser Artikel wurde am
24. April 2013 veröffentlicht.

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Die größten Gesundheitsrisiken – und was Sie dagegen tun können

Cheerful senior business woman„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ Was der berühmte Philosoph Arthur Schopenhauer erkannte, müssen viele Menschen am lebendigen Leib erfahren. Führen viele Krankheiten doch zu großen Einschränkungen und Schmerzen. Aber soweit muss es nicht kommen. Erfahren Sie, was die größten Gesundheitsrisiken sind und wie Sie diese minimieren, um möglichst lange fit zu bleiben.

Oft unbemerkt, aber gefährlich: Bluthochdruck

Fettiges Essen, mehrere Schachteln Zigaretten am Tag oder hemmungsloser Alkoholkonsum: Daran denken wohl die meisten, wenn sie große Gesundheitsrisiken nennen sollen. Und sie liegen nicht falsch. Doch übersehen sie die größte Gefahr für die Gesundheit, die unbemerkt in unseren Blutgefäßen lauert. Bluthochdruck ist das größte Gesundheitsrisiko überhaupt – und kostet jährlich neun Millionen Menschen das Leben. Schließlich lässt Bluthochdruck das Risiko für Schlaganfälle, Herzinfarkte und andere Gefäßerkrankungen in die Höhe schießen. Doch wie entsteht Bluthochdruck eigentlich – und wie kann man ihn senken?

Häufig bleibt die Hypertonie, wie Bluthochdruck auch genannt wird, unbemerkt. Schließlich verursacht er anfangs kaum Probleme. Unbemerkt sorgt der hohe Druck in den Adern dafür, dass sich die Gefäße verengen und das Herz geschädigt wird. Doch nach und nach merken die Betroffenen, dass etwas nicht stimmt: Sie leiden zunehmend unter Schwindel, Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, starkem Herzklopfen, Schlafstörungen oder Nervosität.

Bluthochdruck stellt sich zwar schleichend ein, kommt aber nicht von Ungefähr: So führen Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress zu Bluthochdruck, aber auch Zigaretten, Alkohol und erhöhter Kochsalzverzehr spielen eine Rolle. Selten lässt sich die Erkrankung auf einen Faktor zurückführen.

Um den Blutdruck zu senken, sollte man seine Ursachen beheben: Achten Sie darauf, regelmäßig Sport zu treiben, am besten Ausdauersport wie Joggen, Wandern, Radfahren oder Schwimmen. Drei bis fünf Einheiten pro Woche von mindestens 30 Minuten sind ausreichend. Versuchen Sie außerdem, salzige Speisen zu vermeiden und lieber mit Kräutern zu würzen. Wenn ein Gläschen Wein zum Abendessen nicht fehlen darf, sollten Männer darauf achten, maximal 30 g Alkohol zu sich zu nehmen. Bei Frauen dürfen es höchstens 20 g sein.

Wie Zigaretten den Körper belasten

Tabakkonsum gilt als zweitgrößtes Gesundheitsrisiko. So sterben jährlich rund fünf Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens. Denn die Giftstoffe, die im Tabak enthalten sind, greifen den Körper an vielen Stellen an: Sie sorgen dafür, dass der Körper schlechter durchblutet wird und weniger Sauerstoff erhält, schwächen das Immunsystem und lösen Entzündungen der Atemwege aus. Außerdem sind rund 90 Prozent aller Lungenkrebserkrankungen und jede dritte koronare Herzerkrankung auf das Rauchen zurückzuführen.

Nun sind sich die meisten Raucher bewusst, dass sie ihrem Körper mit ihrer Sucht schaden. Nur ist es nicht einfach, mit dem Rauchen aufzuhören. Manchen Rauchern hilft es, sich zunächst einen Ersatz zu suchen, um gewappnet zu sein, wenn sie das  Verlangen nach einer Zigarette überkommt. Sie ziehen z. B. an einer „Luftzigarette“, ahmen also den Zug nach, atmen aber nur Luft ein. Oder sie stellen sich vor, wie sie die Zigarettenschachtel zertreten und in eine Ecke werfen. Oder sie greifen zu einem Apfel oder einer Banane, um den Körper irgendwie zu beschäftigen. Möglichkeiten gibt es viele – seien Sie kreativ!

Mit dem Rauchen aufzuhören fällt außerdem leichter, wenn man weniger Zeit mit Rauchern verbringt. Partys, auf denen viel geraucht wird, fallen also erst einmal aus. Gönnen Sie sich lieber etwas Sport oder andere Freizeitbeschäftigungen, die Ihnen helfen, Stress abzubauen. Schließlich verleitet Stress nicht selten dazu, seine Gelöbnisse zu brechen und doch zum Glimmstengel zu greifen. Haben Sie einen Tag, eine Woche oder einen Monat rauchfrei verbracht, belohnen Sie sich! Sie haben es sich verdient.

Wie viel Alkohol ist zu viel?

Alkohol belegt auf der Skala der größten Gesundheitsrisiken den dritten Platz. Doch diese Droge wird normalerweise verharmlost. Alkohol ist ein Zellgift, das im gesellschaftsfähigen Deckmäntelchen daherkommt. Doch wer zu tief ins Glas schaut, muss bezahlen.

Rund 45 Prozent aller Lebererkrankungen werden auf Alkohol zurückgeführt. Außerdem sterben bei einem einzigen Rausch mehrere Millionen Gehirnzellen ab – Konzentrationsschwierigkeiten sind auf lange Sicht vorprogrammiert. Krankheiten wie Entzündungen der Bauchspeicheldrüse und der Magenschleimhaut, Herzmuskel-Erkrankungen und Speisenröhrenkrebs kommen hinzu. Daneben sind natürlich auch Gewichtszunahme, innere Unruhe und verringerte Potenz zu nennen.

Doch natürlich ist nicht jedes Glas Rotwein ein Glas zu viel. Gegen Alkohol in Maßen ist nichts einzuwenden. Um zu testen, ob der eigene Alkoholkonsum noch im Rahmen ist, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung einen Selbsttest entwickelt. Natürlich ist es schwer, Richtwerte anzugeben, aber Frauen wird gemeinhin empfohlen, nicht mehr als fünf Gläser pro Woche zu trinken. Bei Männern sollten es nicht mehr als 10 sein.

Laut WHO sollte jeder fünfte Deutsche weniger Alkohol trinken. Gehören Sie dazu? Eine realistische Selbsteinschätzung ist die beste Möglichkeit, neue Wege einzuschlagen. Dabei hilft z. B. der „Kontrolliert-Trinken-Coach“: Zunächst ist es ratsam, Ziele zu definieren, Risikofaktoren herauszufinden und schließlich sein Verhalten zu ändern.  Dabei kann es helfen, die Freizeit neu zu gestalten, Frust auf andere Art und Weise abzubauen und sich in einem Umfeld zu bewegen, das nicht zum Alkoholkonsum ermuntert. Dann klappt’s auch mit der Alkoholreduzierung. Ihr Körper wird es Ihnen danken!

Quellen und weitere Infos:

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Ein Kommentar

  1. Panek
    5. Mai 2013

    Danke für die tollen Tipps. Das schlimme bei Bluthochdruck ist, dass es ein langer und schleichender Prozess ist der durch die o.g. Faktoren begünstigt wird. Einer der Faktoren kann aber richtigerweise Stress sein. Und besonders bei dauerhaften Stress kann das Risiko eben besonders hoch sein. Das gute ist jedoch, dass es einige sehr wirkungsvolle Methoden gibt mit denen man den Stress in den Griff bekommen kann. Wie oben erwähnt gehört regelmäßiger Sport dazu. Aber auch einen Gang runter zu schalten, Entspannungstechniken erlernen oder sich einen erholsamen Schlaf zu gönnen ist eben sehr wichtig.
    Grüße

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