
Eine nahrhafte und ausgewogene Ernährung hilft, fit zu bleiben. Doch sind genmanipulierte Lebensmittel gesund? Oder können sie sogar schaden?
Einzelne Gene werden isoliert, mit weiteren Genen kombiniert und in andere Pflanzen eingebaut. Das funktioniert, weil die Erbmasse aller Lebewesen strukturell verwandt ist. Durch dieses neue Verfahren werden Pflanzen mit Genen angereichert, die der Mensch bisher noch nie auf seinem Speiseplan hatte.
Bevor ein Hersteller sein gentechnisch verändertes Produkt verkaufen darf, muss er testen, ob es keine schädlichen Auswirkungen hat. Diese Tests werden allerdings häufig bei Ratten durchgeführt. Eine Übertragung auf den Menschen ist wissenschaftlich gesehen nicht unbedingt zulässig, ist aber gang und gäbe.
Ob Lebensmittel durch Gentechnik verändert wurden, sieht man den Waren nicht direkt an. Aber auf Verpackungen und auf Speisekarten in Restaurants müssen entsprechende Hinweise vermerkt werden. Da viele Verbraucher die Gentechnik ablehnen, finden sich allerdings nur wenig veränderte Produkte in den Regalen der Supermärkte.
Ein Ratgeber von Greenpeace hilft außerdem bei der Wahl der Lebensmittel: Hier werden Firmen aufgelistet, die Gentechnik anwenden und die darauf verzichten.
Viele Tiere werden allerdings mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert, zum Beispiel Schweine, Hühner oder Kühe. So findet die Gentechnik doch ihren Weg auf die Teller. Wird ein Huhn mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert, müssen seine Eier nicht entsprechend gekennzeichnet werden. Hier handelt es sich um eine Lücke in der EU-Kennzeichnungsregelung.
Genmanipulierte Pflanzen sind in der Lage, sich unkontrolliert auszubreiten. Dadurch können sie schädliche Auswirkungen auf das Ökosystem haben.
Werden Mais, Sojabohnen oder Raps gentechnisch verändert, produzieren sie neue Proteine. Diese können neuartige Lebensmittelallergien auslösen. Ungeklärt sind auch die Folgen, die ein veränderter Stoffwechsel der Pflanzen mit sich bringen kann.
In viele Pflanzen werden sogenannte Antibiotikaresistenzgene eingebaut. Sie sollen anzeigen, ob die Genmanipulation erfolgreich war. Diese Gene können sich auf die Bakterien im menschlichen Darm übertragen. Dadurch könnte es passieren, dass mehr Antibiotika ihre Wirkung verlieren.
Bisher wird noch nicht untersucht, welche Auswirkungen die Gentechnik auf die Gesundheit des Menschen hat. Deshalb stellte die EU-Kommission fest, dass darüber keine Aussagen gemacht werden können.
Ich bin dafür frisches und nicht genmanipuliertes Gemüse und Obst zu essen. Da weiß ich was drinnen ist bzw was nicht und muss mir keine sorgen machen! Und mit dem Fleisch bzw Eiern..ja das gibt mir zu denken. Ich find es eben schwierig das ganze einzuschätzen da wie schon gesagt alles noch nicht genug erforscht ist. Ich bleibe einfach meinen Bio-Produkten treu
LG Laura
Weren Antibiotika unwirksam?
NEIN! Denn das Verfahren der Markierung mittels solcher Merkmale wurde nur in der Anfangszeit eingenbaut, um die Genveränderung leichter verfolgen zu können. Heute gibt es bessere Verfahren.
Entstehen neue Allergien?
Nicht unbedingt, denn es werden auch andere Eigenschaften als die Produktion bestimmter Proteine verändert.
zur Kennzeichnung:
Es müssen auch Produkte als ‘gentechnisch verändert’ gekennzeichnet werden, die in keiner Weise verändert sind, aber von gentechnisch veränderten Ausgangsstoffen her stammen. So etwa Soja-Öl aus GEN-Soja, obwohl im Öl auch mit den empfindlichsten Verfahren kein Unterschied feststellbar ist.
Versteckte Gentechnik
Die fehlende Vorschrift zur Kennzeichnung solcher Produkte beruht auch darauf, daß es sehr schwierig ist, etwa an Eiern, nachzuweisen, daß die Hühner GEN-Futter erhielten. Es macht wenig Sinn, etwas zu verbieten, das man nicht strafrechtlich verfolgen kann. Dies mag sich allerdings mit den Fortschritten der Analysen-Technik ändern.
Kennzeichnung ‘gen-frei’
Leider dürfen typisch gentechnik-freie Produkte wie etwa Fische aus den Meeren nicht als ‘gen-frei’ gekennzeichnet werden. Dies gilt auch für Trinkwasser, Mineralwasser, Meersalz.