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Dieser Artikel wurde am
20. November 2013 veröffentlicht.

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Folgen schlechter Zahnpflege: Von Karies bis Herzinfarkt

Folgen schlechter ZahnpflegeTödliche Krankheiten bringen die wenigsten mit mangelnder Zahnpflege in Verbindung. Doch tatsächlich haben schlechte Zähne weitreichende Folgen: Sie führen nicht nur dazu, dass Patienten Bekanntschaft mit dem Bohrer machen, sondern erhöhen auch das Risiko, an Diabetes und Herzinfarkt zu erkranken …  

Wie vernachlässigte Zähne leiden

Bakterien sind die Ursache für viele Zahnerkrankungen. Doch bevor es soweit kommt, ärgern sich Betroffene nicht selten über ein harmloseres Symptom: Mundgeruch.

Schmerzlos, aber unangenehm: Mundgeruch

Der Mundraum bietet ideale Voraussetzungen für Bakterien. Dort ist es warm, feucht und das Nahrungsangebot wird gleich mitgeliefert. Wenn den Bakterien kein Riegel vorgeschoben wird, siedeln sie sich überall im Mundraum an: Auf den Zähnen, in den Zahnzwischenräumen und natürlich auf der Zunge. Wer seine Zähne schlecht pflegt, liefert den Bakterien viele Essensreste, über die sie sich gerne hermachen. Beim Zersetzungsprozess entstehen schließlich Schwefelverbindungen, die für Mundgeruch verantwortlich sind.

Die häufigsten Zahnerkrankungen: Karies & Parodontitis

Vernachlässigte Zähne haben aber noch unangenehmere Folgen: Sammeln sich immer mehr Bakterien an, lösen sie nach einiger Zeit Karies aus. Sie bilden aus dem Zucker der Speisereste eine Säure, die die Zähne angreift. Greift der Zahnarzt rechtzeitig ein, lässt sich die Erkrankung aufhalten – der Zahn kann gerettet werden.

Neben Karies führen auch Gingivitis und Parodontitis die Liste der häufigsten Zahnerkrankungen an. Dabei handelt es sich um Entzündungen, die den Zahn stark schädigen können. Die Gingivitis führt zwar selten zu Schmerzen, dafür aber zu Zahnfleischbluten, Schwellungen und zu Belägen. Sammelt sich immer mehr Plaque an, entsteht schließlich eine Parodontitis. Nun arbeitet sich die Entzündung in die Tiefe vor und befällt auch Knochen und Wurzelhaut. Daraufhin droht der Zahn auszufallen. Aber auch die Allgemeingesundheit beginnt zu leiden …

Wie Zahnerkrankungen die Allgemeingesundheit beeinträchtigen

Vor allem Parodontitis hat schädliche Einflüsse: Entzündetes Zahnfleisch schwächt das Immunsystem und erhöht das Risiko für Rheuma, Lungenkrankheiten, Herzinfarkte, Diabetes und Fehlgeburten. Wie kann das sein?

Aus dem entzündeten Mundraum dringen Bakterien und Botenstoffe in den ganzen Organismus ein und lösen auch dort Entzündungen aus. Wenn diese auf Herz und Lunge übergehen, können sie dort ernste Erkrankungen verursachen. Umgekehrt können Krankheiten wie Diabetes auch die Zahngesundheit beeinträchtigen.

Früh- und Fehlgeburten durch schlechte Zähne?

Besonders Schwangere sollten aufhorchen, wenn das Zahnfleisch zu bluten beginnt und eine Parodontitis im Anmarsch ist. Denn sie kann nicht nur der Mutter, sondern auch dem Kind schaden. Darauf weisen mehrere neue Studien hin: 30 bis 50 Prozent aller Frühgeburten werden durch die Parodontitis verursacht. Auch zu Fehlgeburten kann es auf diese Weise kommen. Schließlich wirken sich Entzündungsherde, wie sie bei der Parodontitis entstehen, auf den  ganzen Körper aus.

Herzinfarkt

Zu guter Letzt kann mangelnde Zahnhygiene sogar tödliche Folgen haben: Über das blutende Zahnfleisch gelangen die Bakterien in den Blutkreislauf – und kommen so schließlich beim Herzen an. Dort können sie unterschiedliche Herzerkrankungen auslösen, auch Herzinfarkt.

Um die Gesundheit bestmöglich zu erhalten, ist eine gute Zahnpflege unabdingbar. Hier erfahren Sie fünf Tipps, wie Sie Ihre Zähne noch besser pflegen.

 

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2 Kommentare

  1. B.
    22. November 2013

    sehr gut recherchiert und ein sehr guter artikel! Danke.

    • Name *
      30. November 2014

      Das wusste ich noch nicht wirklich gut gemacht!

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