Was taugen nicht invasive Fettreduktionen?
Kennen Sie das? Sie treiben Sport, achten auf eine gesunde Ernährung und haben trotzdem noch einige Problemzonen, an denen die Fettpolster einfach nicht verschwinden möchten? Manch einer denkt da schon an eine Schönheitsoperation mit Fettabsaugung, aber auf der anderen Seite erscheint das Risiko eines solchen Eingriffs dann doch zu groß. Die Lösung könnte eine Behandlung ohne Operation sein, wie zum Beispiel mit Ultraschall oder Kälte.
Ultraschall kennen viele von uns als Hilfsmittel für den Arzt, um Zustände von Geweben im Körperinneren zu sehen oder auch zur Behandlung beziehungsweise Zerstörung von Nierensteinen. Ähnlich funktionieren auch die Ultraschallgeräte für den gezielten Abbau von Fettzellen: Auch hier wird ein Ultraschall-Kopf an den Körper gesetzt, nur dass in diesem Fall die Fettzellen bearbeitet werden sollen. Zur Anwendung kommen dabei verschiedene Verfahren, die entweder die Fettzellen dazu anregen sich zu entleeren oder sogar zur Zerstörung eines Teils der Fettzellen führen. Dabei sind die Erfolgsberichte unterschiedlich und scheinen sehr abhängig vom jeweiligen Gerät zu sein. Das Positive: es gibt nur geringe Nebenwirkungen wie Hautrötungen, evtl. ein kurzzeitiges Zulegen an Umfang und in einigen Fällen wurde auch von Durchfall berichtet.
Bei der sogenannten Kryolipolyse wird mit einer Saugglocke die Haut in der zu behandelnden Region angesogen. Dieser Bereich wird dann stark heruntergekühlt. Dabei beruht die Wirkung darauf, dass Fettzellen empfindlicher auf Kälte reagieren als andere Zellen, auf Grund dessen die Behandlung zur Entleerung bis zur Zerstörung von Fettzellen führen soll. Nach einer ca. einstündigen Behandlung zeigen sich die Ergebnisse nach ca. 2-4 Monaten. Auch bei dieser Methode gibt es nur wenige Nebenwirkungen, wie Blutergüssen, Hautrötungen und Taubheitsgefühlen der Haut. Nach einiger Zeit dürften aber auch diese Nebenwirkungen wieder verschwunden sein.
Beide Methoden sind noch nicht zweifelsfrei wissenschaftlich bewiesen, können aber bei Problemzonen helfen. Dabei wird besonders bei der Ultraschallmethode darauf hingewiesen, dass eine anschließende Behandlung des Lymphsystems sehr von Vorteil ist. Bei beiden Anwendungen muss der Körper das Fett verarbeiten, dabei wird besonders die Leber belastet. Wer sich einer solchen Anwendung unterzieht, sollte dies auf jeden Fall vorher mit einem Arzt besprechen oder – besser noch – die Behandlung durch einen Arzt durchführen lassen. Auch das Verhalten nach der Behandlung trägt mit zu Erfolg oder Misserfolg bei – die Empfehlung lautet zwei bis drei Tage nach der Behandlung auf eine gesunde Ernährung, mit geringen Mengen Zucker und Fett zu achten.