Immer mehr funktionelle Lebensmittel erobern unter dem Namen „Functional Food“ den Markt. Sie versprechen Gesundheit und mehr Lebensqualität durch eine verbesserte Ernährung. Dafür werden herkömmliche Nahrungsmittel durch biotechnologische Methoden wie etwa enzymkatalytische Verfahren mit zusätzlichen Nährstoffen angereichert. Um welche Nährstoffe handelt es sich? Und welche Produkte werden zu „Functional Food“?
Omega-3-Fettsäuren müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, da sie der Körper nicht selbst produzieren kann. Sie kommen in Fetten und Ölen vor und dienen als Ausgangsstoff für hormonähnliche Substanzen, die vor Herz-Kreislauferkrankungen schützen. Sie senken den Blutdruck, stärken die Immunabwehr und wirken entzündungshemmend. Die meisten Menschen nehmen jedoch zu wenige Omega-3-Fettsäuren zu sich. Diesen Mangel kann Rasöl ausgleichen, denn es beinhaltet eine große Menge dieser Fettsäuren.
Da Rapsöl nicht immer zu einem positiven Geschmackserlebnis beiträgt, forschen einige Wissenschaftler an der Qualitätssteigerung dieses nahrhaften Öls. An der Bundesforschungsanstalt für Ernährung uns Lebensmittel werden beispielsweise enzymkatalytische Verfahren entwickelt, damit Omega-3-Fettsäuren zu einem Konzentrat entwickelt werden können. Mit einem solchen Konzentrat können dann verschiedenartigste Lebensmittel angereichert werden. Es gibt schon Produkte auf dem Markt, wie etwa Milch, Brot und Fruchtsäfte, die mehr Omega-3-Fettsäuren als natürliche Lebensmittel enthalten.
Nicht nur mit Omega-3-Fettsäuren, sondern auch mit Milchsäure-Bakterien, Folsäure und Sterinen werden viele Lebensmittel angereichert. Joghurt, Brot oder Frischkäse werden beispielsweise mit Milchsäurebakterien versetzt, um die Verdauung zu regulieren, die Immunabwehr zu stärken oder die Darmflora zu schützen. In Studien konnten einige dieser Wirkungen belegt werden: Milchsäure-Bakterien stärken die nützlichen Bakterien im Darm und machen schädlichen das Leben schwer. Um diese Effekte zu erzielen, müssen Sie allerdings nicht auf Functional Food ausweichen, sondern können auch Dick- oder Buttermilch zu sich nehmen. Denn auch diese natürlichen Lebensmittel enthalten viele Milchsäure-Bakterien.
Auf dem europäischen Markt gibt es Salatsoßen, Margarinen und Milchprodukte, die mit pflanzlichen Sterinen angereichert wurden. Diese senken nachweislich den Cholesterinspiegel – wie sie das machen, liegt allerdings noch im Dunkeln.
Mit Folsäure dagegen wird Speisesalz angereichert, um vor Herzkreislauf-Erkrankungen zu schützen. Diese Wirkung konnte bisher allerdings nicht bewiesen werden. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie aber auch Tomaten, Vollkornprodukte und Orangensaft zu sich nehmen, denn auch dort findet sich reichlich Folsäure.
Quellen:
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Hallo,
wenn man nun nicht unbedingt enzymkatalytisch angereicherte Lebensmittel zu sich nehmen möchte und dazu kein großer Fischesser ist, kann Omega-3-Fettsäuren auch in Kapselform zu sich nehmen. Vorteil: geschmacksneutral und keine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten notwendig.
Wo bei ich natürlich zugebe, dass eine ausgewogene Ernährung durch nichts zu ersetzen ist und immer das oberste Ziel sein sollte.
Greets,
Bernd