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Dieser Artikel wurde am
21. Oktober 2014 veröffentlicht.

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Ebola-Epidemie: Definition & Symptomcheck

Über 8.000 Ebola-Patienten zählt die WHO bis jetzt. Mehr als die Hälfte der Erkrankten starb an der Infektion. Erfahren Sie, warum die Viren so erfolgreich und die Ärzte so machtlos sind.

Ebola: Definition & Symptome

Von den fünf Arten von Ebola-Viren, die es gibt, hat der Zaire-Virus am meisten Beachtung gefunden. Denn diese Virenart ruft weltweite Besorgnis hervor: Politiker diskutieren, wie Erkrankten geholfen werden kann, Ärzte und Pfleger setzen sich für vor Ort ein und so mancher Bürger hat Angst  vor einer Ansteckung. Die ist jedoch unbegründet, denn auch wenn der Virus in anderen Ländern um sich greift, besteht in Deutschland keine Gefahr.

Erst Affen, dann Menschen

Es ist nicht das erste Mal, dass der Ebola-Virus um sich greift. Seit 1976 traten immer wieder Erkrankungen auf, doch dieses Jahr ist der Virus besonders hartnäckig. Er befällt normalerweise Menschenaffen und Flughunde, aber wenn Menschen in direktem Kontakt mit den Tieren stehen, bringen auch sie sich in Gefahr. Wer infizierte Tiere schlachtet, weiterverarbeitet oder kocht, kann sich mit dem Ebola-Virus ansteckten. Infizierte Menschen geben den Virus ebenfalls weiter – und reißen noch mehr Menschen mit in den Tod.

Ein Virus, viele Symptome

Patienten, die sich mit dem Virus infiziert haben, merken manchmal schon nach zwei Tagen, manchmal erst nach drei Wochen, dass etwas nicht stimmt. Sie haben Fieber, Kopfweh, Gliederschmerzen, Bindehautentzündung und Magenbeschwerden. Blutungen im Magen und im Genitalbereich, Nierenprobleme, blaue Flecke und Kreislaufversagen können dem Patienten ebenfalls zu schaffen machen. Da es weder Impfungen noch Medikamente gibt, die dem Virus Einhalt gebieten könnten, endet die Erkrankung oftmals tödlich. Rund 80 % der Betroffenen überleben das Ebola-Fieber nicht.

Aber die Ärzte sind nicht machtlos: Sie können zwar den Virus selbst nicht bekämpfen, versuchen aber, die Symptome einzudämmen. Daher verschreiben sie Medikamente, die das Fieber senken, die Schmerzen lindern und den Kreislauf stabilisieren sollen.

Warum konnte sich der Virus so erfolgreich ausbreiten?

Da die medizinische Versorgung in afrikanischen Ländern oft schlecht ist, hat der Virus dort ein leichtes Spiel. Die WHO rechnet damit, dass sich der Virus weiter ausbreitet und sich ab Dezember 10.000 Menschen pro Woche infizieren werden. Doch dass die Infektionswelle auch westliche Industrienationen überrollt, ist kaum möglich, sind die medizinischen Voraussetzungen doch ganz andere als in Afrika.

Ebola: Deutschland gut gerüstet

Das Auswärtige Amt empfiehlt zwar, die Krisengebiete in Afrika zu meiden, doch Rückkehrer aus betroffenen afrikanischen Ländern könnten den Virus einschleppen. Für diesen Fall steht schon ein Notfallplan bereit. Verdachtsfälle werden auf eine Sonderisolierstation verlegt und nur von Ärzten in Schutzkleidung behandelt. Die Umgebung wird mit Desinfektionsmitteln behandelt, damit die Erreger keine Chancen mehr haben. Vor einer Ausbreitung des Virus ist in Deutschland müssen Sie dank dieser Schutzmaßnahmen keine Angst haben.

Der erste Ebola-Patient, der in Deutschland behandelt wurde, ist mittlerweile aus der Klinik entlassen – und konnte geheilt werden. Die Behandlung des Senegalesen, der für die WHO als Arzt tätig war, kostet laut Spiegel wohl um die zwei Millionen Euro.

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