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Dieser Artikel wurde am
14. November 2014 veröffentlicht.

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Diabetes: Bald neue Behandlungsmethoden?

Jeder zehnte Deutsche leidet unter Diabetes. Forscher fahnden seit Jahren nach effektiven Behandlungsansätzen, um die Volkskrankheit zu heilen. Jetzt haben die Wissenschaftler eine neue Spur aufgenommen.  

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Gene, Hormone, aber vor allem ein ungesunder Lebensstil lassen das Risiko für Typ-2-Diabetes in die Höhe schnellen. Wie reagiert der Zuckerstoffwechsel auf Übergewicht, Nikotin, Schlafstörungen und Bewegungsmangel?

Wie Diabetes entsteht

Bei Diabetikern ist der Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht geraten: Der Körper produziert zu wenig Insulin, ein Hormon, das die Zuckerverarbeitung antreibt. Nun staut sich der Zucker im Blut an, bis er über den Urin ausgeschieden wird. Deshalb müssen Diabetiker mehr trinken und häufiger auf die Toilette.

Forscher der Manchester University fragten sich, warum die Insulinproduktion ins Stocken gerät. Und kamen zu dem Ergebnis, das wohl ein und derselbe Mechanismus hinter der Entstehung von Typ-1- und Typ-2-Diabetes steckt. Wenn das Hormon Amylin beginnt, Klumpen zu bilden, wird es gefährlich: Diese  können benachbarte Zellen beeinträchtigen, die für die Insulinproduktion zuständig sind.

Aus dem Alltag eines Diabetikers

Diabetes beeinflusst den Alltag – mal mehr, mal weniger. Betroffene sind angehalten, ihren Alltag umzustellen: Eine gesunde, fettarme Ernährung und viel Sport ist für Diabetiker besonders wichtig, um den Zuckerstoffwechsel zu harmonisieren. Die Patienten müssen immer ein Auge auf ihren Blutzuckerspiegel haben – auch auf Reisen und Feiern.

Darüber hinaus machen Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall aus der manchmal unbemerkten Stoffwechselkrankheit eine tödliche Gefahr. Weil Diabetes jährlich mehr Todesopfer als Brustkrebs und Aids zusammen fordert, versuchen Forscher fieberhaft, neue Behandlungsansätze zu finden.

Die Ergebnisse des britischen Forscherteams könnten die Entwicklung neuer  Medikamente antreiben: In den nächsten Jahren sollen erste klinische Versuche anlaufen, vor allem in England und Schottland.

Wie wird Diabetes behandelt?

Während Typ-1-Diabetes sofort mit Insulin behandelt werden muss, können viele Typ-2-Diabetiker auf Medikamente verzichten. Von neuen Arzneimitteln könnten vor allem diejenigen profitieren, bei denen eine Ernährungsumstellung in Kombination mit mehr Bewegung nicht ausreichen. Bisher werden beispielsweise Antidiabetika verabreicht, die den Stoffwechsel unterstützen, oder Insulinspritzen empfohlen.

Doch damit es nicht so weit kommt, raten Experten zu einem gesunden Lebensstil. Betroffene sollten versuchen, ihren Blutzuckerspiegel auf natürliche Art und Weise unter Kontrolle zu bringen, anstatt auf eine neue Pille zu warten. Im Vergleich zu Medikamenten hat ein gesunder Lebensstil nur positive Nebeneffekte und beugt viele andere Krankheiten vor.

 

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