Schönheitsoperationen sind gesellschaftsfähig geworden: Nicht nur alternde Frauen, sondern auch Jugendliche und Männer interessieren sich für moderne Möglichkeiten, ihren Körper nach ihren Vorstellungen zu formen. Glatte Gesichtshaut, größere Brüste oder weniger Bauchspeck scheinen durch die moderne Schönheitschirurgie zum Greifen nah. Der ewige Wunsch der Menschen nach Jugendlichkeit und Schönheit ruft jedoch auch schwarze Schafe auf den Plan, die Qualifikationen vortäuschen, wo keine sind. Deshalb sollte bei der Wahl des richtigen Schönheitschirurgen nichts schief gehen, damit auch wirklich ein Fachmann zu Werke geht und das Ergebnis den Wünschen entspricht.
Wer die Suche nach dem passenden Chirurgen beginnt, muss die Informationen, die ihm geboten werden, richtig auswerten können. Auf eigenen Praxiswebseiten oder in Verzeichnissen stellen viele Chirurgen ihre Tätigkeiten dar, um sich ins Rampenlicht zu rücken und neue Patienten zu gewinnen. Der Vorteil für die Patienten liegt auf der Hand: Sie können sich schnell und unkompliziert über ortsansässige Ärzte informieren, Leistungsspektren vergleichen und schließlich eine Entscheidung treffen. Dabei ist es hilfreich, die angebotenen Informationen sorgsam zu prüfen, denn manche Ärzte versuchen eher durch elegante Werbefloskeln als durch tatsächliche Kompetenz zu überzeugen. Hat der Arzt Fachartikel geschrieben? Hat er gute Bewertungen anderer Patienten erhalten? Auf welches Fachgebiet hat er sich spezialisiert? Ein kritisches Auge hilft, herauszufinden, ob sich wirklich ein vertrauenswürdiger Fachmann vorstellt.
Die notwendigen Qualifikationen bringen leider nicht alle Schönheitschirurgen mit. Der Begriff „Schönheitschirurg“ ist nicht geschützt und sagt zunächst wenig über die tatsächliche Ausbildung des Arztes aus. Deshalb lohnt sich ein Blick in den Lebenslauf: Hat der Arzt wirklich eine mehrjährige Zusatzausbildung geleistet und sich darin profundes Wissen angeeignet? Ärzte, die den Titel „Plastischer Chirurg“ tragen, haben eine sechsjährige Facharztausbildung hinter sich und die Prüfung vor der Landesärztekammer erfolgreich bestanden. Aber auch Augen-, Haut- oder HNO-Ärzte können kompetente Ansprechpartner in Sachen Schönheitschirurgie sein, wenn sie eine zwei- oder dreijährige Weiterbildung in diesem Bereich absolviert haben. Nennt sich ein Arzt dagegen „Kosmetischer Chirurg“ oder „Ästhetischer Chirurg“ sollte man genauer hinsehen, denn diese Berufsbezeichnungen setzen keine entsprechende Ausbildung voraus.
Titel lassen sich leicht überprüfen. Zwar lässt ein Titel vermuten, dass auch viel Know-how dahinter steckt, er kann jedoch keine Garantien geben. Denn ein Titel verrät wenig über Talent, soziale Kompetenz und viel Erfahrung. Doch all dies sollte ein guter Operateur mitbringen. Überprüfen Sie deshalb, wie lange der Arzt seine Tätigkeit schon ausübt, ob seine Patienten zufrieden mit ihm sind und ob Sie beim Erstgespräch das Gefühl haben, ernst genommen zu werden. Er sollte Ihr Vertrauen gewinnen können, indem er sein Vorgehen erklärt, Risiken aufzeigt und einen Kostenvoranschlag erstellt. Ein gutes Zeichen ist außerdem die Mitgliedschaft in verschiedenen Berufsverbänden, denn dies kann bedeuten, dass sich der Arzt auf dem Laufenden hält und auf dem neuesten Stand der Technik ist.
Nachdem Sie all dies sorgsam geprüft haben, ist auch das Bauchgefühl nicht unerheblich: Wer sich bei einem Arzt wohl fühlt und ihm sein Vertrauen geschenkt hat, wird hier wohl gut aufgehoben sein.
Weitere Informationen:
Diese Themen könnten Sie auch interessieren: