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Dieser Artikel wurde am
28. August 2014 veröffentlicht.

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Verdauungsprobleme? Tipps für die Leber- und Gallenreinigung

Leber- und GallenreinigungOhne die tatkräftige Unterstützung von Leber und Galle kann der Mensch nicht gesund bleiben. Wenn die Leber nicht mehr einwandfrei arbeitet, braucht sie allerdings Unterstützung. Eine spezielle Reinigungskur soll Abhilfe schaffen.

Was Leber und Galle für unsere Gesundheit tun

Die Leber trägt die Verantwortung für lebenswichtige Körperfunktionen: Sie bildet Eiweißstoffe und hilft bei Verdauung und Ausscheidung. Um diese Aufgaben zu erfüllen, produziert sie u. a. Gallensaft, der in der Gallenblase zwischengelagert wird. Nach dem Essen öffnen sich ihre Schleusen und grünliche-gelbe, bittere Flüssigkeit strömt in den Dünndarm. Der Gallensaft hilft dabei, Fett und Kalzium zu verarbeiten und Giftstoffe aus der Leber zu spülen.

Wenn Leber und Galle aus dem Takt geraten …

… hat das weitreichende Folgen. Bilden sich Ablagerungen in den feinen Gallenkanälen, kommt weniger Gallensaft im Dünndarm an. Dann ist der Ausscheidungsprozess gestört. Der Cholesterinspiegel steigt nun langsam an, da das Cholesterin nicht mehr gut abgebaut werden kann. Außerdem sind die Ablagerungen willkommene Brutstätten für Viren und Bakterien, die Folgeerkrankungen wie Blähungen, Infektionen und Geschwüre auslösen können.

Wozu Leber und Galle reinigen?

Vor allem Alternativmediziner betonen, dass die Leber- und Gallenreinigung große Auswirkungen auf den Stoffwechsel und damit auf den allgemeinen Gesundheitszustand hat. Sogar Allergien, Ausschläge und Rückenschmerzen sollen sich auf diese Weise lindern lassen. Doch die Schulmedizin ist skeptisch …

Die Effekte seien nicht nachweisbar, so Kritiker. Zwar seien tatsächlich Verklumpungen zu erkennen, die durch die Reinigung ausgeschieden werden, doch um Gallensteine handele es sich dabei nicht. Die Leber- und Gallenreinigung könne außerdem zu Durchfall und Bauchschmerzen führen.

Letztlich muss jeder Patient selbst entscheiden, welcher Disziplin er sein Vertrauen schenken möchte. Wer vermutet, dass seine Verdauungsbeschwerden mit einer überstrapazierten Leber in Zusammenhang stehen, wird nach einer Leber- und Gallenreinigung schnell feststellen, ob dieses Verfahren bei ihm funktioniert hat.

Leber- und Gallenreinigung: Anleitung nach Moritz

Sehr beliebt ist die  Leber- und Gallenblasenreinigung nach Andreas Moritz. Sie sei ein Allheilmittel, loben die Befürworter. Kritiker werden jedoch nicht müde, vor Gefahren zu warnen.

Sechs Tage lang nehmen die Patienten nur Apfelsaft zu sich, um zum Abschluss schließlich auch Wasser mit Bittersalz sowie Grapefruitsaft und Olivenöl zu trinken. Nach einigen Wochen sollte die Kur laut Moritz öfter wiederholt werden, um die Effekte zu verstärken. Doch was sagen Patienten, die sich dieser Kur unterzogen haben?

Manche berichten von mehr Vitalität oder körperlicher Entlastung, andere sogar von einer Verbesserung ihres Bluthochdrucks oder ihrer Krampfadern. Und die Gallensteine? Die Verklumpungen, die während der Reinigung ausgeschieden werden, seien nur Vorstufen von Gallensteinen, so Andreas Moritz. Da diese Vorstufen nicht hinreichend bekannt sind, würden Schulmediziner meist skeptisch reagieren, so der Heilpraktiker.

Unterstützung durch Leber- und Gallentees

Viele Befürworter der Leber- und Gallenreinigung empfehlen, den Prozess mit speziellen Kräutertees zu unterstützen. Löwenzahn beispielsweise steigert die Nieren- und Leberfunktion. Dazu ein bis zwei Teelöffel von Wurzel und Kraut mit 0,25 Liter kochendem Wasser übergießen und nach zehn Minuten abseien. Wer keinen Löwenzahn im Garten hat, kann auch gepressten Saft aus der Apotheke verwenden.

Fertige Teemischungen, die Leber und Galle reinigen sollen, enthalten oft nicht nur Löwenzahn, sondern auch andere Heilkräuter. Beispielsweise Pfefferminze löst Krämpfe und fördert die Gallensekretion, ähnlich wie Schafgarbe und javanische Gelbwurzel.

Patienten, die nicht nur leichte Verdauungsprobleme, sondern unter Gallensteinen oder anderen Erkrankungen leiden, sollten auf jeden Fall ihren Arzt hinzuziehen, bevor sie selbst aktiv werden.

 

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